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Der VW-Abgasskandal ist noch nicht ausgestanden. Südkorea verhängt eine hohe Strafe wegen irreführender Werbung über VW und will gegen fünf Manager des Konzerns Strafanzeige stellen.

KEYSTONE/AP/MICHAEL PROBST

(sda-ats)

Im VW-Abgasskandal verhängt Südkorea gegen den deutschen Autobauer ein Rekord-Bussgeld von umgerechnet fast 32 Millionen Franken wegen des Vorwurfs der irreführenden Werbung. Zudem wird die Handelskommission gegen fünf VW-Manager Strafanzeige stellen.

Die südkoreanische Handelskommission (FTC) kündigte am Mittwoch an, sie werde gegen Volkswagen und fünf Manager des Unternehmens in Südkorea und Deutschland Strafanzeige stellen. VW habe in seiner Werbung fälschlicherweise von umweltfreundlichen Autos gesprochen, die verschärfte Abgasnormen erfüllten.

Die Kommission geht von 120'000 Fahrzeugen aus, die auf diese Weise zwischen 2008 und 2015 beworben wurden. VW hatte im September 2015 eingeräumt, rund elf Millionen Fahrzeuge weltweit mit Software zur Manipulation von Abgaswerten ausgerüstet zu haben.

Die Kommission warf VW vor, die Verbraucher mit "falscher und übertriebener Werbung" getäuscht zu haben. Die Strafe in Höhe von 37,3 Milliarden Won sei das höchste Bussgeld, das die Kommission bisher bei Werbebetrug verhängt habe.

Der Bescheid solle an Audi Volkswagen Korea innerhalb eines Monats verschickt werden, sagte ein Sprecher. Ausserdem solle die Staatsanwaltschaft gebeten werden, Ermittlungen gegen die VW-Zentrale, die örtliche Niederlassung sowie fünf frühere und jetzige Manager aufzunehmen.

Südkoreas Behörden hatten VW im Zuge der Ermittlungen im Abgasskandal beschuldigt, Unterlagen über Emissionswerte und Lärmtests geschönt zu haben. Der Verkauf fast aller VW-Modelle in Südkorea war im August gestoppt worden.

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