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Nordkorea hat ein Signal der Entspannung an den Süden gesandt: Pjöngjang bot am Dienstag südkoreanischen Geschäftsleuten an, ihre Fabriken in der grenznahen Sonderwirtschaftszone Kaesong zu "besuchen". Doch Südkorea blockt ab.

Die südkoreanische Regierung erklärte, die Kooperation in der Sonderwirtschaftszone könne nur nach vorherigen Verhandlungen in Betracht kommen.

Die Sonderwirtschaftszone Kaesong war das Vorzeige-Projekt der "Sonnenschein"-Politik der innerkoreanischen Annäherung zwischen 1998 und 2008. Seit der Öffnung Kaesongs 2004 wurden dort Umsätze von rund zwei Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Im Zuge der drastischen Verschlechterung der Beziehungen in den vergangenen Monaten hatte Nordkorea seit Anfang April den Südkoreanern den Zugang zu der Anlage verwehrt. Diese liegt auf nordkoreanischem Gebiet zehn Kilometer von der gemeinsamen Grenze entfernt.

Das nordkoreanische Wiedervereinigungskomitee (CPRK) verknüpfte sein Angebot vom Dienstag, die Anlage wieder zugänglich zu machen, mit Sicherheitsgarantien: Der Süden müsse sich um die Sicherheit seiner Kaesong-Mitarbeiter "nicht sorgen", erklärte das Komitee.

In der Sonderwirtschaftszone hatten sich seit 2004 mehr als 120 südkoreanische Firmen mit zuletzt 850 südkoreanischen Beschäftigten angesiedelt. Die mehr als 50'000 dort tätigen nordkoreanischen Arbeiter wurden im April abgezogen.

Angst um Maschinen und Lager

Die südkoreanische Wirtschaft beklagt seitdem nicht nur deutliche Einbussen. Die in Kaesong aktiven Geschäftsleute fürchten auch um ihre Maschinen, ihre Lager und fertigen Produkte, die sie bei der Schliessung zurücklassen mussten - und verlangten die Möglichkeit für Visiten ihrer Standorte. Geht es nach der kommunistischen Führung in Pjöngjang, dann sollten die ersten formellen Gespräche über den Komplex am Rande der Manager-Besuche geführt werden.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit Monaten stark angespannt. Das isolierte Nordkorea hatte Südkorea und den USA unter anderem mit Atomangriffen gedroht. Die südkoreanische Regierung lehnte am Montag auch ein an China übermitteltes Angebot Nordkoreas zu Gesprächen über Pjöngjangs Atomprogramm ab.

Wenn Nordkorea wirklich das Gespräch suche, "sollte der erste Schritt sein, auf unsere wiederholten Forderungen nach Regierungsverhandlungen auf Arbeitsebene über den Industriekomplex Kaesong zu reagieren", sagte ein Sprecher des Wiedervereinigungsministeriums in der Hauptstadt Seoul.

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SDA-ATS