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Südostasien will sich gemeinsam gegen Ebola und Extremismus wappnen

Angesichts der Bedrohung durch das Ebola-Virus und wachsenden Extremismus weltweit hat Myanmars Präsident Thein Sein Südostasien zur Einheit aufgerufen. Zum Auftakt des ASEAN-Gipfeltreffens sagte Thein Sein am Mittwoch, die Region müsse zusammenstehen.

Zudem müsse sie ihre Kapazitäten im Umgang mit den Bedrohungen und ihre Widerstandsfähigkeit ausbauen, sagte der Präsident weiter. Das Treffen der zehn Staats- und Regierungschefs der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) findet in der Hauptstadt der einstigen Militärdiktatur, in Naypyidaw, statt. Dort wurde am Abend auch US-Präsident Barack Obama erwartet.

Es ist sein zweiter Besuch in Myanmar seit 2012. Er nimmt dort am Donnerstag wie unter anderem Spitzenpolitiker Chinas, Japans und Russlands am Gipfel der ASEAN-Länder mit Schlüsselpartnern teil. Freitag trifft er in der Hafenstadt Rangun Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Obama dürfte erneut auf freie und faire Wahlen im kommenden Jahr pochen und die Einhaltung der Menschenrechte anmahnen. Menschenrechtler sind vor allem wegen der eine Million Rohingya, einer muslimischen Minderheit, besorgt. Myanmar erkennt sie nicht als Staatsbürger an und unterbindet rassistische Ausschreitungen der überwiegend buddhistischen Bevölkerungsmehrheit kaum.

Streben nach Binnenmarkt

Die ASEAN-Länder bekräftigten die sogenannte Naypyidaw-Erklärung aus dem Frühjahr. Darin hatten sie sich gegenseitig versprochen, die Bemühungen um den bis Ende 2015 geplanten gemeinsamen Binnenmarkt zu verstärken. Zölle und Tarife sollen fallen und Facharbeiter sollen Freizügigkeit geniessen.

ASEAN umfasst Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos und Myanmar. Das Land war bis 2011 Jahrzehnte lang eine Militärdiktatur. Seitdem ist eine Reformregierung von Gnaden des Militärs an der Macht.

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