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Der Südsudan will seine Truppen aus dem Grenzgebiet zum Sudan um die Stadt Heglig zurückziehen. Dies erklärte der Präsident des erst 2011 gegründeten Staates, Salva Kiir, am Freitag.

Dennoch halte der Südsudan seinen Anspruch auf die erdölreiche Region weiter aufrecht, betonte Kiir. Der sudanesische Verteidigungsminister Abdelrahim Mohamed Hussein sagte nach Angaben des arabischen Fernsehsenders Al-Arabiya, Heglig sei nach heftigen Kämpfen "befreit" worden.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte am Donnerstag die Führung in der südsudanesischen Hauptstadt Juba wegen der Besetzung des Gebietes scharf kritisiert. Die EU deutete am Freitag an, dass sie gegen den Sudan und den Südsudan Sanktionen erwäge, falls der Konflikt nicht friedlich gelöst werde.

Uganda will militärisch eingreifen

Uganda wird nach den Worten des ugandischen Generalstabschefs Aronda Nyakairima dem Südsudan im Falle eines Krieges mit dem Sudan militärisch beistehen. Dies berichtete der "Daily Monitor" in Kampala.

Uganda war in den Jahren des Bürgerkriegs im Sudan Bündnispartner der Sudanesischen Befreiungsbewegung SPLM, die heute - nach der Abspaltung des Südsudan - in Juba regiert.

Nyakairima beschuldigte dem Bericht nach den Sudan, erneut die Rebellen der berüchtigten Lord's Resistance Army (LRA) zu bewaffnen. Diese "Widerstandsarmee des Herrn" wird von dem wegen zahlreicher Kriegsverbrechen gesuchten Joseph Kony geführt. Er hatte die Organisation 1987 in Uganda gegründet. Der Sudan soll Kony auch früher unterstützt haben.

SDA-ATS