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New Orleans/Washington - Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko ruhen jetzt die Hoffnungen auf einem Supertanker. "A Whale" ("Ein Wal") wurde am Wochenende nahe der Unfallstelle im Meer getestet. Geht alles nach Plan, könnte er noch vor Mitte der Woche damit beginnen, öliges Wasser aufzuschlürfen und gereinigtes auszuspeien.
Bis zu 80 Millionen Liter der schmierigen Brühe, so hoffen Experten, könnten dadurch täglich von der Meeresoberfläche verschwinden - ein gewaltiger Fortschritt im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Ölpest.
Der Supertanker aus Taiwan ist so hoch wie ein zehnstöckiges Haus und lang wie dreieinhalb Football-Felder zusammen. Er kam zwar schon Mitte vergangener Woche im Golf von Mexiko an, aber die US-Behörden bestanden erst einmal auf einer 48-stündigen Erprobung, um herauszufinden, was der Riese leisten kann.
Ausserdem will man sichergehen, dass das in den Golf zurückfliessend Wasser auch wirklich weitgehend sauber ist.
Es wäre der erste Einsatz dieser Art für das Ungetüm. Die taiwanesische Gesellschaft TMT rüstete den Öltanker eigens für die Aufgabe im Golf von Mexiko um. So erhielt das Schiff zwölf Öffnungen, aus denen das gereinigte Wasser ausgespuckt werden kann.
BP will auch ab Mittwoch deutlich mehr Öl aus der sprudelnden Quelle absaugen. Dazu soll ein drittes Schiff mit einem Container über dem Leck verbunden werden.
Rettung der MeeresschildkrötenDerweil zwingt das Öl die Tierschützer zu einer bisher einmaligen Rettungsaktion für Meeresschildkröten. Tausende Eier sollen in den nächsten Tagen an Stränden am Golf von Mexiko ausgegraben und nach Cape Canaveral in Florida geflogen werden. Dort sollen die Babys in einem Lagerhaus schlüpfen und dann an verschiedenen Orten in die Natur entlassen werden - dort, wo sie sicher vor dem Öl sind.
Mit der Rettungsaktion für die bedrohten Meeresschildkröten an den Küsten von Alabama und Westflorida soll am 12. Juli begonnen werden. Es ist eine Operation mit vielen kleinen Finessen - und machen Unwägbarkeiten.
Die Eier sollen in Kartons verpackt werden und mit speziellen Fedex-Transportern an die "Space Coast" Floridas reisen, dorthin, wo auch der berühmte Weltraumbahnhof der USA liegt. Die Lastwagen haben Klimaanlagen und sind so ausgestattet, dass sie beim Fahren wenig vibrieren. Nicht alle heranwachsenden Schildkröten werden dies überleben.

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SDA-ATS