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Seit ihrer Auszeichnung sind mehr als 20 Jahre vergangen: Am Dienstag nun hat die burmesische Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi in Strassburg den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit vom Europaparlament entgegengenommen.

Parlamentspräsident Martin Schulz würdigte die 67-jährige Friedensnobelpreisträgerin als "grosses Symbol des Kampfes für Freiheit und Demokratie". Zwischen der Preisverleihung und der Übergabe der Auszeichnung lägen 23 Jahre, sagte Schulz.

Dies seien Jahre des Leids, der Unterdrückung, Jahre, in denen Suu Kyi "eingeschlossen und abgekoppelt" gewesen sei. Doch sie habe ihren Kampf für ihre eigene Freiheit und die Freiheit ihres Volkes nie aufgegeben. "Sie haben sich nicht brechen lassen, und das Wichtigste, Sie haben gewonnen", sagte Schulz unter anhaltendem Applaus der Abgeordneten.

Den Preis hatte das Europaparlament der Frau aus Burma bereits im Jahre 1990 zuerkannt. Zu diesem Zeitpunkt durfte Suu Kyi aber nicht ausreisen, an der Zeremonie in Strassburg nahmen damals ihr britischer Mann und ihr Sohn teil.

Von Malala bis Memorial

Der nach dem verstorbenen russischen Dissidenten und Physiker Andrej Sacharow benannte Preis wird seit 1988 an Persönlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich auf vorbildliche Weise für Menschenrechte und Demokratie einsetzen. Der diesjährige Preis wurde am 10. Oktober der bei einem Anschlag der Taliban lebensgefährlich verletzten pakistanischen Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai zuerkannt.

Frühere Preisträger waren unter anderen der ehemalige südafrikanische Präsident und Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela, der Vater des Prager Frühlings, Alexander Dubcek, der chinesische Dissident Wei Jingsheng, der kubanische Bürgerrechtler Guillermo Fariñas und die russische Menschenrechtsorganisation Memorial.

SDA-ATS