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Die Innerrhoder Landsgemeinde wählt am 1. Mai das erste Mitglied der eidgenössischen Räte für die nächste Legislatur. Ständerat Ivo Bischofberger (CVP) stellt sich der Wiederwahl. Eine Bürgergruppe und die SVP wollen aber Daniel Fässler (CVP) als Ständerat wählen.

Ständeratswahlen sind kantonale Wahlen. In Innerrhoden bestimmt die Landsgemeinde alle vier Jahre den einzigen Vertreter in der kleinen Kammer. Mögliche Kandidatinnen oder Kandidaten müssen vor dem Landsgemeindesonntag nicht der Ratskanzlei gemeldet werden; ihre Namen können an der Landsgemeinde im Ring spontan gerufen werden.

Die Innerrhoder SVP teilt nun mit, sie werde Ivo Bischofberger nicht zur Wiederwahl empfehlen, weil er in den vergangenen vier Jahren in Bern eine Politik links der Mitte gemacht habe. Als Beispiele nennt die SVP Ivo Bischofbergers ablehnende Haltung etwa bei der Minarett-Initiative und bei der Ausschaffungs-Initiative.

Eine Bürgergruppe wird laut SVP den Regierenden Landammann (Regierungspräsident) Daniel Fässler als Ständeratskandidat vorschlagen. Dieser Vorschlag werde von der SVP unterstützt.

Fässler kein Sprengkandidat

Nur: Der 50-jährige Rechtsanwalt - notabene ein Parteikollege von Bischofberger - will nicht gegen den bisherigen Amtsinhaber für den Ständerat kandidieren.

Bischofberger habe in Bern auch im Sinne des Kantons gute Arbeit geleistet. Zudem, sagt Fässler gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, hätte er erwartet, angefragt zu werden, bevor sein Name ins Spiel gebracht werde.

"Ich bin kein Sprengkandidat", betont Fässler. Wird sein Name an der Landsgemeinde gerufen, würde der Stillstehende Landammann (Regierungsvizepräsident) Carlo Schmid-Sutter das Wahlgeschäft leiten.

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SDA-ATS