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Zürich - Swiss Re hat im zweiten Quartal mit 812 Mio. Dollar einen überraschend hohen Gewinn geschrieben, nachdem in der Vorjahresperiode wegen der Finanzkrise noch ein Verlust von 342 Mio. Dollar resultiert hatte. Im Kerngeschäft war der zweitgrösste Rückversicherer der Welt jedoch nicht profitabel.
Allein das Erdbeben in Chile hat der Swiss Re bisher Kosten in Höhe von 630 Mio. Dollar aufgebürdet, 200 Mio. Dollar kostet schätzungsweise die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. "Man kann nicht ausschliessen, dass es noch mehr wird", sagte Finanzchef George Quinn am Donnerstag während einer Telefonkonferenz.
Das Verhältnis von Schadenbelastungen und weiteren Kosten zu den Prämieneinnahmen (Combined Ratio) im zweiten Quartal beläuft sich auf 102,0 Prozent: Swiss Re legte im Kerngeschäft in der Sparte Nichtleben (Property & Casualty) also drauf.
Der operative Gewinn der Sparte ging um die Hälfte auf 455 Mio. Dollar zurück, während im kleineren Leben- und Krankengeschäft (Life & Health) der operative Gewinn 142 Mio. Dollar betrug, nach einem Verlust von 8 Mio. Dollar im Vorjahr.
Altlasten reduziertDer eigentliche Gewinntreiber war das Asset Management: In der Anlagen-Sparte verdiente Swiss Re operativ 1,23 Mrd. Dollar, nach 472 Mio. Dollar im Vorjahr. Dies geht nach den Worten von George Quinn zum Teil auf einmalige Effekte zurück: "Einen so hohen Gewinn werden wir im dritten Quartal nicht nochmal sehen", sagte der Finanzchef.
Die Altlasten an toxischen Papieren, die Swiss Re aus der Zeit vor der Krise in den Büchern hat, hätten weiter reduziert werden können, sagte Quinn weiter. Namentlich die berüchtigten strukturierten Kreditausfallversicherungen verkaufte Swiss Re mit einem Verlust von 27 Mio. Dollar gänzlich.
Tiefere PrämieneinnahmenBei den Prämien muss Swiss Re einen Rückgang um 16 Prozent auf 4,68 Mrd. Dollar hinnehmen. Im Januar hatte Swiss Re einen Teil der Verträge nicht erneuert. Zudem hat die Gesellschaft im Lebensversicherungsgeschäft Risiken an andere Versicherer transferiert.
Die Rückversicherer sehen sich dazu fallenden Preisen gegenüber: In der Erneuerungsrunde im Juli seien die Preise schätzungsweise um 3 Prozent zurückgegangen, schreibt Swiss Re.

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SDA-ATS