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Die Swisscom will bei ihrem Breitbandausbau Gas geben. Bis 2020 sollen 80 Prozent der Haushalte Geschwindigkeiten von über 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erhalten. Die heutige Höchstgeschwindigkeit auf dem Kupferkabel für Swisscom-Privatkunden liegt bei 20 Mbit/s.

Damit will die Swisscom der Konkurrenz durch die TV-Kabelnetzbetreiber Paroli bieten. So hat zum Beispiel UPC Cablecom bereits jetzt Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Angebot.

Flaschenhals der Swisscom ist heute das traditionelle Kupferkabel. Je weiter dieses von der Ortszentrale oder vom Quartierkasten entfernt ist, desto geringer ist die Geschwindigkeit. Bisher hat die Swisscom die ultraschnellen Glasfaserleitungen bis in die Quartierkästen gezogen, um die Distanz des Kupferkabels zu verkürzen.

Damit kann die Swisscom heute drei Vierteln aller Haushalte eine maximale Surfgeschwindigkeit von bis zu 20 Mbit/s bieten. Mit Optimierungen komme man noch bis 50 Mbit/s, sagte Swisscom-Chef Carsten Schloter am Dienstag vor den Medien in Bern: "Langfristig reicht das aber nicht."

Glasfasernetz weiter gezogen

Deshalb baut die Swisscom zusammen mit den Elektrizitätswerken seit 2008 ein Glasfasernetz. Die Datenautobahn der Zukunft wird allerdings vor allem in den Ballungszentren gelegt. Bis 2015 will der grösste Schweizer Telekomkonzern eine Million Haushalte an Glasfasern angeschlossen haben. Das wären 30 Prozent der Bevölkerung. An diesem Ziel halte die Swisscom fest, sagte Schloter. Man sei gut unterwegs.

Ausserhalb der Ballungszentren kommt aber weiterhin das traditionelle Kupfernetz zum Einsatz. Um auf diesem schneller zu werden, muss die Distanz zwischen Kunde und Verteilknotenpunkt kürzer werden.

Dazu will die Swisscom die Glasfaserleitungen und die entsprechende elektronische Ausrüstung bis in die einzelnen Strassen legen, statt bisher nur in die Quartierkästen. Dadurch sinkt die Länge des Kupferkabels von maximal 750 Meter auf rund 200 Meter.

Dadurch werden auch auf dem Kupferkabel Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s erreicht. Mit künftigen Entwicklungen seien dann in einigen Jahren 400 Mbit/s möglich, sagte Schloter.

SDA-ATS