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Syra Marty ist tot. Die erste Schweizer Burlesque-Tänzerin starb am Donnerstagabend 89-jährig in einer Altersresidenz in Florida. Der Schwyzer Regisseur Roger Bürgler bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Bürgler drehte mit ihr den Dokumentarfilm "Syra Marty - Dächli Leni goes to Hollywood".

Syra Marty wurde von Leuten wie Gregory Peck, Dean Martin und Frank Sinatra umworben, war auf dem Cover unzähliger Magazine und Zeitungen, spielte auch in ein paar Hollywood-Filmen mit und wurde 1951 von der Hollywood-Auslandspresse zur schönsten Schauspielerin seit Greta Garbo gewählt.

Nachdem 1977 ihr Mann und Manager, der Handstandsartist Billy Frick, gestorben war, zog sich Syra, die eigentlich Josefina Magdalena Marty hiess, von der Öffentlichkeit zurück. Erst Roger Bürglers Film holte sie letztes Jahr aus der Vergessenheit. Kurz nach dessen Premiere musste Marty ins Alterswohnheim umziehen.

Dort habe sie ihren späten Ruhm noch einmal sehr genossen, sagte Bürgler gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Nach einiger Zeit habe sie ihm aber gesagt, sie vermisse ihre Freiheit und Unabhängigkeit im eigenen Haus.

Die auszog, sich auszuziehen

Syra Marty ist in Goldau SZ aufgewachsen. Ihre Mitarbeit im elterlichen Berggasthaus Rigi-Dächli bescherte ihr den Spitznamen "Dächli Leni". 1942 zog sie 20-jährig nach Zürich, wo sie zunächst als Serviertochter und später als Assistentin ihres späteren Mannes arbeitete. Dieser besorgte ihr 1946 ihren ersten Auftritt als Tänzerin in Zürich, weitere in ganz Europa folgten.

1948 wanderte Syra Marty zusammen mit Frick nach Los Angeles aus. Im Can Can Follies Theater in Hollywood startete sie eine vielbeachtete Tanzkarriere und tourte immer wieder durch Europa und Asien.

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SDA-ATS