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Die ersten UNO-Militärbeobachter hatte die syrische Führung im April noch willkommen geheissen, doch jetzt verschärft sich der Ton. In einem Interview mit dem russischen Fernsehen erklärte Präsident Baschar al-Assad, die Vereinten Nationen ignorierten die Gewalt der "Terroristen" und "ausländischen Söldner".

"Sie sprechen nur über die Gewalt der Regierung. Es fällt kein Wort über die Terroristen", beklagte sich Assad. Die staatliche Tageszeitung "Al-Thawra" schrieb am Donnerstag, die Beobachter müssten den Terror der Regimegegner korrekt darstellen und die Schuldigen in diesem Konflikt klar benennen.

In Syrien geht das Regime seit März 2011 mit brachialer Gewalt gegen eine Protestbewegung vor. Regimegegner meldeten, am Mittwoch seien landesweit 39 Menschen von den Regierungstruppen getötet worden. Am Donnerstag berichteten sie von Artillerieattacken in der Provinz Homs. Sie zählten sechs Todesopfer, darunter zwei Soldaten.

Rebellenhochburg Rastan unter Beschuss

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London nahm die Armee die Rebellenhochburg Rastan am Donnerstagmorgen unter Beschuss. Die Artillerie habe "drei Geschosse pro Minute" auf die Stadt in der Provinz Homs abgeschossen, hiess es.

Die UNO-Beobachter wurden aufgerufen, sich umgehend in die seit Wochen von der Armee belagerte Stadt zu begeben, in der sich zahlreiche Rebellenführer befinden sollen.

Erneut Zusammenstösse im Libanon

Unterdessen gab es in der nordlibanesischen Küstenstadt Tripoli erneut blutige Zusammenstösse zwischen Alawiten und Sunniten. Ein Vertreter der libanesischen Sicherheitskräfte sagte am Donnerstag, es gebe seit den frühen Morgenstunden zwischen dem sunnitischen Viertel von Bab al-Tebbaneh und dem alawitischen Viertel Dschabal Mohsen Kämpfe mit Raketenwerfern und Maschinengewehren. Dabei seien ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt worden.

Während die Sunniten mehrheitlich gegen die syrische Regierung sind, unterstützen die Alawiten Präsident Assad, der selbst Alawit ist. Seit dem Beginn der Protestbewegung im März 2011 gab es wiederholt Zusammenstösse in Tripoli. Bei den bisher heftigsten Kämpfen zwischen Samstag und Montag waren neun Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden.

SDA-ATS