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Die syrischen Sicherheitskräfte sind am Montag weiter gewaltsam gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Menschenrechtsaktivisten berichteten von Schüssen in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus und Hausdurchsuchungen in der Hafenstadt Banias und anderen Städten.

Am Morgen seien in Muadamija bei Damaskus erneut Schüsse zu hören gewesen, sagte ein Menschenrechtsaktivist der Nachrichtenagentur AFP. Zudem seien die Telefonverbindungen unterbrochen worden. Gemäss einem Augenzeugen wurde die Zufahrtstrasse zur Hauptstadt gesperrt.

Auch die Hafenstadt Banias blieb von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Stadt werde weiter nicht mit Wasser und Strom versorgt, zudem sei das Telefonnetz unterbrochen, sagte der Präsident der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Auch die Hausdurchsuchungen in Banias wurden demnach fortgesetzt. Mehr als 300 Menschen seien inzwischen festgenommen worden.

Oppositionsführer verhaftet

Am Sonntag hatten die Sicherheitskräfte in der 50'000-Einwohner-Stadt bereits mehrere Anführer der Protestbewegung festgenommen, darunter Scheich Anas al-Ajrut und Bassam Sahiuni.

Rahman zufolge wurde Sahiuni gemeinsam mit seinem Vater und seinen Brüdern verhaftet. Auch ein Neffe des früheren Vizepräsidenten Abdul Halim Chaddam war unter den Festgenommenen. Chaddam lebt seit 2005 im Exil und fordert einen Sturz des Regimes. Zudem seien die Verkäufer eines Geschäfts für Computerzubehör für Internetverbindungen festgenommen worden.

Gefangene in Stadion festgehalten

Am Montagmittag liessen die Behörden nach Angaben Rahmans alle Menschen über 40 Jahren wieder frei. Mehr als 400 Menschen würden aber weiter festgehalten, darunter dutzende im Stadion von Banias.

Ob die Anführer der Proteste unter den Freigelassenen waren, sagte Rahman allerdings nicht. Hunderte Frauen seien den Sicherheitskräften und der Armee zum Trotz auf die Strasse gegangen, um die Freilassung der noch immer Inhaftierten zu fordern.

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SDA-ATS