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Das Oppositionsbündnis Syrische Nationale Koalition hat nach achttägigen Beratungen die Aufnahme von 43 neuen Mitgliedern beschlossen. Nach einer letzten Debatte in einem Istanbuler Hotel gab Interimspräsident George Sabra am Donnerstagabend bekannt, dass die Vertreter von 43 Oppositionsgruppen aufgenommen worden seien.

Unter den neuen Mitgliedern ist insbesondere der Generalstab der Freien Syrischen Armee sowie mehrere Gruppen, die den Aufstand gegen Staatspräsident Baschar al-Assad mit ausgelöst hatten. Der Streit über die Ausweitung des Bündnisses hatte das Treffen in Istanbul über Tage gelähmt.

Machtkampf

Die beiden Hauptgeldgeber Katar und Saudi-Arabien wollten auf diese Weise ihren Einfluss in dem Bündnis stärken. Insbesondere wollten sie die Macht der islamistischen Muslimbruderschaft, die die Nationale Koalition bisher stark dominiert, zurückdrängen.

Die ursprünglich nur auf drei Tage angelegte Konferenz dauerte schliesslich acht Tage. Die Wahl eines Nachfolgers des bisherigen Präsidenten des Bündnisses, Moas al-Chatib, musste dennoch auf ein späteres Treffen verschoben werden, wie Sabra mitteilte. Auch die Wahl eines Übergangskabinetts des designierten Interimsministerpräsidenten Ghassan Hitto wurde vertagt.

Teilnahme an Syrien-Konferenz nur unter Bedingungen

Kurz vor dem Ende des Treffens hatte Sabra erklärt, dass das Bündnis an der geplanten Syrien-Konferenz nur teilnehmen werde, wenn zuvor die libanesische Hisbollah und die iranische Regierung ihre Militärkräfte aus Syrien abzögen.

Die Hisbollah-Miliz ist seit zehn Tagen mit hunderten Kämpfern an der Seite der Regierungstruppen bei der Rückeroberung der Rebellenhochburg Kusair engagiert.

Die sogenannte Genf-2-Konferenz geht auf eine Initiative der USA und Russlands zurück und soll einen Ausweg aus dem blutigen Bürgerkrieg finden helfen. Syriens Staatschef Assad hat bereits seine Teilnahme zugesagt.

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SDA-ATS