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Syrische Regierungsgegner verbünden sich gegen Assad

Im türkischen Antalya hat am Mittwoch ein dreitägiges Treffen syrischer Oppositioneller zur Unterstützung der Protestbewegung in ihrem Land begonnen. Mehr als 300 Regierungsgegner, die meisten von ihnen Exil-Oppositionelle, fanden sich in einem Hotel in dem Badeort ein.

Bis Freitag wollen die Oppositionellen nach Angaben der Organisatoren einen Fahrplan zur friedlichen und demokratischen Machtübergabe in Syrien erstellen. Die Opposition fordert den Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad und eine Strafverfolgung des Präsidenten durch die syrische Justiz.

Assad hatte am Dienstag eine Generalamnestie für alle politischen Gefangenen erlassen. Die Freilassung politischer Gefangener ist zwar eine zentrale Forderung der Protestbewegung, die Opposition kritisierte die Amnestie aber als unzureichend und verspätet.

"Das ist ein Trick, denn diese Amnestie steht im krassen Widerspruch zu dem, was auf den Strassen unseres Landes passiert", sagte der ehemalige politische Häftling und Ex-Parlamentarier Mamun al-Homsi am Mittwoch dem Nachrichtensender Al-Dschasira.

Über tausend Tote

In Syrien gehen seit Mitte März regelmässig tausende Menschen gegen die autoritär herrschende Staatsführung auf die Strassen. Die Sicherheitskräfte gehen trotz internationaler Kritik und trotz der Aufhebung des Ausnahmezustands weiter brutal gegen die Demonstranten vor. Nach Angaben der Opposition wurden seit Mitte März mehr als tausend Menschen durch syrische Sicherheitskräfte getötet.

Auch in den vergangenen Tagen wurden bei Zusammenstössen in der mittelsyrischen Stadt Rastan und den umliegenden Orten Talbisseh und Teir Maaleh nach Angaben von Aktivisten wieder mehr als 30 Menschen erschossen. Allein am Mittwoch sind demnach 20 Leichen in ein Spital in der Stadt Homs gebracht worden.

Toter Junge sorgt für Entsetzen

Für besonderes Aufsehen sorgten Berichte über die mutmassliche Folterung eines 13-Jährigen. Ein über YouTube verbreitetes Video zeigte die Leiche des Jungen, die Schusswunden und Knochenbrüche aufwies. Die Regierungsgegner beschuldigten die Sicherheitskräfte, den Jungen getötet zu haben. Innenminister Mohammed Schaar ordnete eine Untersuchung an.

Der Junge ist mittlerweile zum Symbol des Volksaufstandes in Syrien geworden wie der Markthändler Mohamed Buasisi in Tunesien. Dessen Selbstverbrennung war zum Fanal für die Erhebung in dem nordafrikanischen Land Anfang des Jahres geworden.

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