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Syrische Streitkräfte belagern Grenzstadt zum Libanon

Bei schweren Gefechten in der von syrischen Truppen belagerten Stadt Talkalach im Westen des Landes sind Aktivisten zufolge in den vergangenen Tagen 53 Menschen getötet worden, darunter 19 Soldaten. Flüchtlinge berichteten von Szenen hinrichtungsartiger Erschiessungen.

Auf den Strassen der 70'000 Einwohner zählenden lägen viele Leiche, berichteten Syrer, denen es gelungen war, von Talkalach in den Libanon zu fliehen.

Die Angaben von Gewährsleuten in der Stadt waren widersprüchlich und sind nicht überprüfbar, weil Syrien ausländischen Journalisten die Berichterstattung über den seit zwei Monaten andauernden Konflikt untersagt hat.

Ein Aktivist berichtete von schweren Gefechten zwischen bewaffneten Zivilpersonen und Soldaten; von ihm stammt auch die Zahl von 19 getöteten Soldaten.

Ein anderer, Musafa Oss, sagte, er könne einen bewaffneten Widerstand der Zivilbevölkerung nicht bestätigen. Seine Menschenrechtsgruppe gehe Berichten nach, dass Sicherheitskräfte auf Soldaten geschossen haben sollen, die sich geweigert hätten, auf Zivilpersonen zu schiessen.

Harsche Reaktion auf US-Sanktionen

Syrien verurteilte unterdessen die von den USA gegen Präsident Baschar al-Assad persönlich verhängten Sanktionen. An den "unabhängigen Entscheidungen und der Standfestigkeit" Syriens ändere sich nichts, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SANA.

Die US-Regierung hatte am Mittwoch die Einfrierung des Vermögens von Assad und sechs Mitgliedern der Führung wegen ihrer Rolle beim gewaltsamen Vorgehen gegen die Protestbewegung beschlossen.

Auch die EU hat angekündigt, ihre Sanktionen auf Assad auszuweiten. Dies soll am Montag beschlossen werden. Die Schweiz schloss sich am Mittwoch den bereits bestehenden EU-Sanktionen an.

Darin enthalten ist ein Embargo für Rüstungsgüter und Güter, sie gegen Demonstrierende eingesetzt werden könnten. Zudem verfügte der Bundesrat Finanz- und Reisesanktionen gegen 13 Exponenten des Regimes, nicht aber gegen Präsident Assad persönlich. Seit Mitte März wurden beim harten Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Protestbewegung 850 Menschen getötet.

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