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In der Stadt Zürich sollen künftig Tagesschulen zum Normalfall an der Volksschule werden. Dieses Ziel verfolgen zwei Motionen von SP und FDP, die das Parlament dem Stadtrat gegen dessen Willen überwiesen hat.

Bis tief in die Nacht diskutierte das Zürcher Stadtparlament über Tagesschulen. Auslöser dafür waren Vorstösse von FDP und SP.

Die FDP möchte, dass alle Volksschüler künftig vom frühen Morgen bis etwa 14 Uhr in der Schule bleiben. Mit diesem Modell sollen Kosten eingespart werden. Der Ausbau von Morgen-, Mittags- und Abendhort wäre dabei unnötig. Noch offen ist, wie Kinder berufstätiger Eltern die Zeit zwischen 14 und 18 Uhr verbringen sollen.

Die SP setzt mit ihrer Motion auf Tagesschulen, wie sie bereits vorhanden sind. Die fünf bestehenden will sie auf 14 ausbauen. In jedem Stadtzürcher Schulkreis soll es zwei solche Schulen geben.

Insbesondere die FDP betonte, dass jetzt die Zeit gekommen sei, um einen Paradigmenwechsel einzuleiten. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen erleichtert sowie Betreuungskosten gespart werden.

Schulvorstand Gerold Lauber (CVP) wollte beide Motionen lediglich als unverbindlichere Postulate entgegennehmen. Er wies vergebens darauf hin, dass es beim FDP-Vorschlag insbesondere rechtliche Probleme gebe: Es fehlen auf kantonaler Ebene die gesetzlichen Grundlagen, Kinder über Mittag in der Schule zu behalten. Deshalb ist Laut Lauber höchstens ein Pilotversuch möglich.

Die SP-Motion wurde mit 84 Ja- gegen 35 Neinstimmen überwiesen. Die FDP-Motion fand bei 78 Ratsmitgliedern Unterstützung. 40 waren dagegen (SVP, CVP, EVP, AL und SD).

Beiden Motionären war jedoch klar, dass die Umsetzung des Richtungsentscheides noch viel Zeit und viel Arbeit brauchen wird. Auch soll das Volk sich dazu noch äussern können.

SDA-ATS