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Herat - Mit drei Schüssen in den Kopf haben die Taliban im Westen Afghanistans eine schwangere Frau hingerichtet. Zuvor war sie wegen angeblichen Ehebruchs ausgepeitscht worden, sagte ein örtlicher Polizeisprecher am Montag.
Die 35-Jährige musste nach Polizeiangaben in der Provinz Badghis in dem von den Taliban kontrollierten Bezirk Kadis in einem öffentlichen Prozess 200 Peitschenhiebe erleiden bevor sie erschossen wurde.
Die Islamisten hatten der Witwe vorgeworfen, eine "unerlaubte Affäre" gehabt zu haben und dabei schwanger geworden zu sein. Der Polizei zufolge wurde die Frau von einem örtlichen Taliban-Kommandant erschossen.
Die 35-Jährige sei zuvor drei Tage von den Taliban festgehalten worden. Nach der Hinrichtung sei die Leiche in ein von den Islamisten überwachtes Gebiet geschafft. Der Mann, der eine Affäre mit ihr gehabt haben soll, sei nicht bestraft worden. Die Taliban wiesen die Aussagen zurück. "Wer auch immer das getan hat, gehört nicht zu den Taliban", sagte ein Sprecher der Rebellen.
Die öffentliche Exekution erinnert an die Herrschaft der Taliban zwischen 1996 und 2001, als die Islamisten gewaltsam die strenge Befolgung des Islamischen Rechts durchsetzten. Dazu gehörten etwa öffentliche Steinigungen im Stadion von Kabul wegen Ehebruchs oder das Abhacken von Gliedmassen bei Dieben.

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SDA-ATS