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Der Mediengruppe Tamedia hat 2011 das beste Jahresergebnis in der Geschichte des Unternehmens erwirtschaftet, wie Verwaltungsratspräsident Pietro Supino am Mittwoch vor den Medien sagte. Unter dem Strich verdiente Tamedia mit 178,8 Mio. Fr. 61,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zum guten Ergebnis beigetragen hätten nicht nur die bisherigen Medien von Tamedia, sondern auch die Zeitungen, Zeitschriften und digitalen Medien von Edipresse Suisse. Die Rentabilität der durch den Kauf von Edipresse neu zu Tamedia gehörenden Westschweizer Medien seien "absolut vergleichbar" mit jener der Medien in der Deutschschweiz.

Nach dem Wachstum der vergangenen Jahre stand das Jahr 2011 laut Supino im Zeichen der Konsolidierung und der Konzentration auf Tages- und Sonntagszeitungen, auf Publikumszeitschriften und auf digitale Medien. Von seinen Radio- und Fernsehsendern und diversen Fachzeitschriften hat sich Tamedia im letzten Jahr getrennt.

Insgesamt wurden nicht weniger als 21 Medien und Beteiligungen verkauft, unter anderem Traditionstitel wie der "Schweizer Bauer" und die "Automobil Revue". Für sie löste Tamedia insgesamt über 100 Mio. Franken, wie Konzernchef Martin Kall ausführte. Unter dem Strich resultierte ein Buchgewinn von über 25 Mio. Franken, was sich positiv auf den Jahresabschluss 2011 niederschlägt.

Besonders erfreulich ist laut Kall, dass für alle abgestossenen Medien engagierte neue Eigentümer gefunden worden seien, die sämtliche 293 Mitarbeitenden übernommen hätten.

1,1 Mrd. Franken Umsatz

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreichte 168,8 Mio. Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 48,9 Prozent. Den Umsatz steigerte Tamedia um 48,3 Prozent auf 1,105 Mrd. Franken. Edipresse Suisse und weitere Akquisitionen haben 348,4 Mio. Fr. zum Umsatzanstieg beigetragen.

Die Werbeeinnahmen der regionalen Tages- und Wochenzeitungen waren laut Kall fast ausnahmslos rückläufig. Auch mit höheren Abonnementspreisen habe dies nicht aufgefangen werden können. Die Ergebnisverbesserung in diesem Bereich sei ausschliesslich auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Bei den nationalen Printmedien haben vor allem die Pendlerzeitungen und die Zeitschriften zum guten Ergebnis beigetragen.

Die Werbeumsätze gingen Ende 2011 deutlich zurück, und waren auch Anfang 2012 geringer. Ob die positiven Zahlen im März bereits eine Trendwende darstellen, lässt sich laut Kall nicht sagen.

SDA-ATS