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Die Hausärzte in Tschechien fordern eine bessere Bezahlung ihrer Leistungen. Aus Protest schlossen am Mittwoch mehrere Tausend von ihnen ihre Praxen. Auch mehrere Hundert Apotheker legten als Zeichen der Unterstützung für eine halbe Stunde ihre Arbeit nieder.

Keystone/AP/PETR DAVID JOSEK

(sda-ats)

Mehrere Tausend Hausärzte haben in Tschechien am Mittwoch aus Protest ihre Praxen geschlossen. Zwei Tage vor der Parlamentswahl im EU-Mitgliedstaat forderten sie eine bessere Bezahlung ihrer Leistungen.

"Wir schliessen für einen Tag, damit wir nicht demnächst für immer schliessen müssen", sagte Petr Sonka, der Vorsitzende des Hausärzteverbands, im tschechischen Fernsehen CT. Als Zeichen der Unterstützung legten auch mehrere Hundert Apotheker für eine halbe Stunde ihre Arbeit nieder.

Für Erhöhungen sei kein Geld da, sagte Gesundheitsminister Miloslav Ludvik von den Sozialdemokraten (CSSD). Die erwarteten Mehreinnahmen von umgerechnet 620 Millionen Euro im nächsten Jahr gingen an Ärzte und Pflegekräfte in den Spitälern.

Das Gesundheitswesen in Tschechien leidet an Unterfinanzierung. Viele Mediziner haben das Land verlassen und arbeiten in Westeuropa.

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SDA-ATS