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Tausende Afghanen gehen gegen Nato-Angriff auf die Strasse

Dieser Inhalt wurde am 14. Mai 2010 - 14:37 publiziert
(Keystone-SDA)

Surchrod - Im Osten Afghanistans ist es zu schweren Zusammenstössen zwischen Polizisten und Tausenden Dorfbewohnern gekommen, die Nato-Einheiten die Tötung von Zivilisten bei einem Angriff vorwarfen.
Die Polizei in der Provinz Nangarhar habe das Feuer auf die Demonstranten eröffnet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters. Diese hatten zuvor Regierungsgebäude mit Steinen beworfen. Ein Mensch sei getötet worden, sagte der Vorsitzende des örtlichen Provinzrats, Hadschi Dschamal.
Die Dorfbewohner hatten die Leichen von elf Zivilisten getragen, die ihren Angaben zufolge in der Nacht zuvor getötet worden waren. Sie forderten eine Erklärung des Nato-Kommandos.
Ein Nato-Sprecher bestätigte, in der Region habe es Angriffe von Einheiten des Bündnisses gemeinsam mit der afghanischen Armee gegeben. Über zivile Opfer sei jedoch nichts bekannt. Der Vorfall werde geprüft.
Ein Anwohner berichtete, in der Nacht seien mehrere Helikopter gelandet. Danach habe er Schüsse gehört. Afghanische und ausländische Soldaten hätten mehrere Häuser durchsucht.
Die Nato-Angriffe richten sich gegen Extremisten, die sich in der Region versteckt halten. Dabei kommen immer wieder auch Zivilisten ums Leben. Allein im März und April dieses Jahres wurden nach afghanischen Angaben 170 Zivilisten getötet. Die Todesfälle haben zu Spannungen zwischen der afghanischen Regierung und ihren ausländischen Verbündeten geführt.

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