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Unter sengender Sonne haben tausende Schwule und Lesben am Samstag an der zweiten Westschweizer Gay-Pride-Parade in Delsberg teilgenommen. Rednerinnen und Redner forderten in ihren Ansprache eine Fortsetzung des Kampfs gegen Homophobie.

Der Umzug durch den jurassischen Hauptort bildete den Höhepunkt des Anlasses. Zwei Cliquen und neun Wagen begleiteten die bunte und fröhliche Parade. Mehr als 3000 Menschen säumten den Umzug.

Die jurassische Regierungspräsidentin Elisabeth Baume-Schneider sagte in ihrer Ansprache, Anlässe wie die Pride Parade hätten immer noch ihre Berechtigung. Es sei immer noch nicht überall möglich, zu seiner sexuellen Orientierung zu stehen. Die Schule habe im Kampf gegen die Homophobie eine wichtige Rolle.

Traditionalisten als Störenfriede

Dass dieser Kampf keineswegs gewonnen ist, zeigten Störmanöver einer Gruppe von gut zehn Personen. Sie störten die Ansprachen mit Slogans. Die Gruppe wurde von zwei Männern in Sutanen angeführt.

Die sich als Traditionalisten bezeichnende Personengruppe schwenkte Transparente mit der Aufschrift "Die Familie ist in Gefahr - Nein zu Gay Pride".

Ansätze zum Dialog mit den Störern scheiterten. Nach einer guten Viertelstunde machte sich die Gruppe unter Buhrufen der Versammelten davon.

Der Vorfall ist nicht repräsentativ für das Klima im Kanton Jura. Die Landeskirchen veröffentlichten vor dem Anlass eine Willkommens- und Friedensbotschaft. Die Glaubensgemeinschaften brachten darin zum Ausdruck, dass jeder Mensch seine Spiritualität leben soll und jegliche Diskriminierung abzulehnen ist.

Die nächste Pride-Parade in der Romandie findet in Freiburg statt. Das Organisationskomitee der Pride im Jura teilte mit, selbst 40 Jahre nach der ersten Pride-Parade in New York sei die volle Gleichberechtigung homosexueller Menschen nicht erreicht. Die Anlässe müssten darum fortgesetzt werden.

SDA-ATS