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"Völkermörderische Diktatur raus!" steht auf einem Transparent von Protestierenden in den Strassen von Managua, der Hauptstadt Nicaraguas (Aufnahme vom 30. Juli 2018).

KEYSTONE/AP/ARNULFO FRANCO

(sda-ats)

Die eskalierende Gewalt in Nicaragua treibt tausende Menschen in die Flucht. Im südlichen Nachbarland Costa Rica stellen laut dem Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) jeden Tag mehr als 200 Nicaraguaner Asylanträge, wie ein Sprecher am Dienstag in Genf berichtete.

Seit Mitte April hätten in Costa Rica 8000 Menschen um Asyl gebeten, weitere 15'000 hätten erst Termine für Anträge bekommen, weil die Behörden völlig überlastet seien, hiess es. Tausende weitere Nicaraguaner werden im Land vermutet, die sich bislang nicht gemeldet hätten. Viele würden von dort seit langem lebenden Verwandten unterstützt.

Wie viele Menschen insgesamt aus Nicaragua geflohen sind, konnte das UNHCR nicht beziffern.

Seit Mitte April eskalieren in dem zentralamerikanischen Land die Proteste gegen den autokratisch regierenden Präsidenten Daniel Ortega. Nach Regierungsangaben kamen dabei 145 Menschen um. Hilfsorganisationen schätzen die Opferzahl mehr als drei mal so hoch.

Das UNHCR rief andere Länder zur Unterstützung Costa Ricas auf. Auch in Panama, Mexiko, den USA sowie Honduras, El Salvador und Guatemala seien Menschen aus Nicaragua auf der Flucht oder suchten Zuflucht.

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SDA-ATS