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Tausende Israelis haben erneut gegen Korruption demonstriert. In Tel Aviv forderten sie den Rücktritt von Ministerpräsident Netanjahu.

KEYSTONE/EPA/ABIR SULTAN

(sda-ats)

Tausende Israelis haben am Samstagabend erneut gegen Korruption demonstriert. In Tel Aviv zogen Demonstranten über den Rothschild-Boulevard im Stadtzentrum und forderten den Rücktritt des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Die Proteste fanden das vierte Wochenende in Folge statt. Netanjahu wird vorgeworfen, illegal Geschenke reicher Geschäftsleute angenommen zu haben. Ausserdem soll er versucht haben, unrechtmässig Einfluss auf die Medienberichterstattung zu nehmen. Netanjahu weist die Vorwürfe als "Hexenjagd" zurück.

In Jerusalem fand gleichzeitig eine Demonstration rechtsorientierter Israelis statt, die eine Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien forderten.

Der ehemalige Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte nach Angaben der Nachrichtenseite "ynet": "Die Korruption löst beim Bürger ein Gefühl der Ungerechtigkeit aus. Das stellt eine grössere Gefahr dar als der Iran, die Hisbollah, die Hamas oder ISIS." ISIS ist eine Abkürzung für die Terrormiliz Islamischer Staat.

Die rechtsorientierte Regierungspartei Likud bezeichnete die Demonstration in Jerusalem als "Bluff". Es handle sich um eine "Satellitendemonstration" der Tel Aviver Linken, die Netanjahus Regierung stürzen wolle.

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