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Vor der Kommunalwahl am Sonntag sind Tausende junge Spanier aus Verärgerung über die hohe Arbeitslosigkeit auf die Strassen gegangen und haben zum Boykott der Volksparteien aufgerufen. In Dutzenden Städten kam es am Mittwoch zu Protesten.

Sie richteten sich gegen die stagnierende Wirtschaftsentwicklung und Ausgabenkürzungen der Regierung. "Wir wollen Politiker, die sich um uns und nicht um ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen kümmern", sagte ein Sprecher.

Angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit von 45 Prozent spricht der Internationale Währungsfonds (IWF) bereits von einer "verlorenen Generation" - Spanien hat die höchste Arbeitslosenquote in der Europäischen Union.

Bislang gab es jedoch kaum Proteste, auch wegen der engen Verbindungen der Gewerkschaften mit den regierenden Sozialisten. Die über soziale Internet-Netzwerke organisierten Proteste läuten nun offenbar eine Wende ein.

In rund 40 Städten besetzten vornehmlich junge Demonstranten am Mittwoch zentrale Plätze. In Madrid benannten sie den Ort der Proteste, die "Puerta del Sol" (Sonnenpforte), in "Platz der Lösung" um.

Sie forderten auf Transparenten "Echte Demokratie jetzt". Einige harren dort bereits seit Tagen aus und schlafen unter Zeltplanen. Bis zur Wahl am Sonntag wollen sie bleiben.

Die Demonstranten riefen dazu auf, bei den Wahlen in über 8000 Gemeinden und 13 Regionen nicht für die Sozialisten oder die konservative Volkspartei (PP) zu stimmen. Politiker beider Parteien sind in Korruptionsskandale verstrickt.

Hochverschuldet

Sollten Wähler ihre Stimme nicht abgegeben oder für kleinere Parteien stimmen, würde das nach Einschätzung von Beobachtern vor allem die Sozialisten treffen.

Es wird erwartet, dass die Partei von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero die Mehrheit in einigen Hochburgen verlieren wird. Der Volkspartei werden starke Gewinne zugetraut. Die Abstimmung gilt als Stimmungstest vor den landesweiten Wahlen, die bis zum kommenden März abgehalten werden müssen.

Mit milliardenschweren Ausgabenkürzungen will die Regierung des hoch verschuldeten Landes, das immer noch unter den Folgen der geplatzten Immobilienblase leidet, eine Finanzkrise vermeiden. An den Finanzmärkten gibt es Befürchtungen, Spanien wäre in dem Fall ein weiterer Kandidat für Hilfen von EU und IWF.

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SDA-ATS