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Die grösste Konzerthalle von Zagreb war am Montag überfüllt beim Gedenkanlass für den Kriegsverbrecher Slobodan Praljak.

Keystone/EPA/ANTONIO BAT

(sda-ats)

Tausende Kroaten haben am Montag in Zagreb dem durch einen Suizid ums Leben gekommenen bosnisch-kroatischen Kriegsverbrecher Slobodan Praljak die letzte Ehre erwiesen. Unter den Teilnehmern waren hohe Militärs sowie viele prominente Politiker und Künstler.

"Seine Verurteilung (durch das Uno-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag) ist eine Verletzung jeder Gerechtigkeit - ein absurdes Theater", sagte der Sohn des ersten kroatischen Präsidenten Franjo Tudjman, Miroslav.

Praljak war Ende November im Berufungsverfahren zu 20 Jahren Haft verurteilt worden und hatte noch im Gerichtssaal Gift eingenommen. Er starb kurz darauf im Spital.

Zahlreiche Redner behaupteten in der überfüllten grössten Konzerthalle der Hauptstadt, Praljak habe mit seinem spektakulären Selbstmord im Gerichtssaal gezeigt, dass er unschuldig ist.

Angehörige der kroatischen Regierung waren bei dem Gedenken nicht vertreten. Zuvor hatten Äusserungen von Regierung und Parlament international Kritik ausgelöst, die das Urteil des Haager Gerichts als ungerecht und unannehmbar gerügt hatten. Praljak hatte als General der bosnischen Kroaten im Bürgerkrieg (1992-1995) schwerste Kriegsverbrechen verübt.

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SDA-ATS