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Ferien futsch: Viele Touristen sitzen nach der Niki-Pleite fest.

Keystone/EPA/CHRISTIAN BRUNA

(sda-ats)

Mit der Einstellung des Flugbetriebs bei der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki sind viele tausend Passagiere im Ausland gestrandet. In den kommenden zwei Wochen müssen Plätze für bis zu 10'000 Passagiere organisiert werden.

Gegen 270 Schweizer Passagiere sind von der Pleite betroffen, wie das Onlineportal travelnews.ch nach Anfrage bei den grossen Schweizer Reiseveranstaltern TUI Suisse, Hotelplan Suisse und DER Touristik am Donnerstag berichtete. Wie viele Direktkunden von der Niki-Pleite betroffen seien und nicht von einem Veranstalter kostenlos umgebucht würden, sei offen.

Die österreichische Swiss-Schwester AUA (Austrian Airlines) organisiert Rückflugsmöglichkeiten und stellt kurzfristig neue Kapazitäten auf. Im Winter werden bei den Fluggesellschaften viele Flugzeuge technischen Checks und Wartungen unterzogen. In den reise-aufkommensschwachen Wintermonaten sei es deshalb leichter, für andere Airlines einzuspringen, sagte ein AUA-Sprecher.

Mit der Einstellung des Niki-Flugbetriebs haben nach Angaben des Masseverwalters rund 350'000 ausgestellte und bezahlte Einzeltickets ihre Gültigkeit verloren. Dazu kommen 410'000 über Reisebüros und -veranstalter gebuchte - aber in der Regel noch nicht ausgestellte - Tickets.

Soforthilfe für Niki-Mitarbeiter

Von der Niki-Pleite sind 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Soforthilfe hat am Donnerstag ausgerechnet der erbitterte Konkurrent am Airport Wien AUA angeboten. An Piloten, Flugbegleiter und Techniker von Niki erging der Aufruf, sich bei der AUA zu bewerben. Von AUA-Chef Kay Kratky wurde ein beschleunigtes Bewerbungsverfahren zugesagt, Niki-Leute können sich sofort melden.

Die zur Lufthansa gehörende AUA sucht derzeit mehrere hundert Mitarbeiter - vor allem bis zu 200 fertig ausgebildete Piloten und rund 300 Flugbegleiter. Auch 50 bis 100 Techniker werden gesucht, in der Verwaltung sind rund 20 Stellen frei.

Gespräche über Notverkauf

Der Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther will die österreichische Fluggesellschaft mit einem Notverkauf doch noch retten. Noch am Donnerstag sollen Gespräche mit möglichen Interessenten beginnen, sagte sein Sprecher. Man habe noch einige Tage Zeit, bevor Niki nach der Einstellung des Flugbetriebs seine Start- und Landerechte verliere.

Die Lufthansa hatte sich am Mittwoch gegen eine Übernahme von Niki entschieden, da die kartellrechtlichen Bedenken der EU-Kommission zu gross waren. Flöther hofft auf ein Umdenken bei der British-Airways-Mutter IAG oder der Condor-Mutter Thomas Cook, die bereits einen Blick in die Bücher von Niki geworfen hatten. Bei einem reinen Verkauf des Geschäftsbetriebs, wie er ihn plane, seien die Risiken für den neuen Eigentümer geringer.

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SDA-ATS