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Millionen Japanern fehlt es nach dem Erdbeben mit Tsunami am Wichtigsten. Dazu kommt die Angst vor einer Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima 1: Eine solche droht in drei Reaktoren, wie ein Regierungssprecher am Montag in Tokio sagte. Es sei "höchstwahrscheinlich", dass es bereits dazu gekommen sei.

Die Kühlung des Reaktors 2 brach mehrfach zusammen - jedes Mal gelang es Technikern aber, wieder Meerwasser in die Kammern mit den Brennstäben zu pumpen.

Zuvor hatte es eine zweite Wasserstoffexplosion in Reaktorblock 3 gegeben. Sieben Arbeiter wurden verletzt und fünf verstrahlt.

Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, beim Haupttor des AKW sei am späten Abend eine erhöhte Radioaktivität von 3130 Mikrosievert gemessen worden - dies sei doppelt so hoch wie der zuvor gemessene Höchstwert.

Kernschmelze droht

In drei Reaktoren drohte gemäss der Regierung eine Kernschmelze oder war bereits in Gang. Zugleich schloss sie jedoch einen Atom-GAU wie vor 25 Jahren in Tschernobyl am Montag aus. Strategieminister Koichiro Genba erklärte, es gebe "absolut keine Möglichkeit eines Tschernobyls".

Dennoch bat Japan die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien um Hilfe und liess in der Bevölkerung Jodtabletten verteilen, die die Folgen einer Verstrahlung mildern können.

Am Tag 3 nach dem Erdbeben der Stärke 9,0 waren nach UNO-Angaben in Japan mindestens 1,4 Millionen Menschen ohne Trinkwasser. 2,6 Millionen Menschen hatten keinen Strom, und 3,2 Millionen Menschen ging das Gas aus. Mehr als eine halbe Million Menschen harrte in Notunterkünften aus.

Die Kinderrechtsorganisation Save the Children erklärte, mindestens 70'000 Kinder seien obdachlos. Gemäss dem Innenministerium wurden am Freitag über 70'000 Gebäude zerstört.

5000 Tote geborgen

Die Polizei sprach von 5000 Toten und identifizierten Vermissten. Allein am Montag wurden 2000 weitere Leichen geborgen. Soldaten konnten nach Armeeangaben 10'000 Menschen retten, doch mindestens ebensoviele Todesopfer wurden allein in der Präfektur Miyagi befürchtet.

Im Einsatz standen 100'000 Soldaten sowie Retter aus aller Welt, darunter auch 23 Schweizer.

Der Bedarf an Hilfe ist riesig. Gemäss der UNO waren 1,4 Millionen Menschen ohne Trinkwasser, 2,6 Millionen ohne Strom und 3,2 Millionen ging das Gas aus. Es fehlten auch Nahrungsmittel, Benzin, medizinisches Gerät und Decken.

Insgesamt harrte eine halbe Million Menschen in Notunterkünften aus. In Teilen des Grossraums Tokio wurde zudem erstmals die Stromversorgung für 90 Minuten gekappt, um Strom zu sparen.

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SDA-ATS