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TDC: Schweizer Telekommarkt für ausländische Investoren unattraktiv

Dieser Inhalt wurde am 20. Oktober 2009 - 20:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Biel - Der Schweizer Telekommarkt ist nach Ansicht des dänischen Telekomkonzerns TDC für ausländische Investoren relativ unattraktiv. Die Eintrittsbarrieren seien angesichts grosser Investitionen sehr hoch. Zu einem Verkauf der TDC-Tochter Sunrise gibt es derzeit keinen Anlass.
Im Schweizer Mobilfunk gebe es eine sinnlose Duplizierung von Basisinfrastrukturen, sagte TDC-Verwaltungsratspräsident Vagn Sörensen an den achten Kommunikationstagen in Biel. Jeder Anbieter müsse sein eigenes Handynetz bauen.
"Das Hauptproblem sind die hohen die Anfangsinvestitionen in Antennenstandorte, ohne dass dadurch der Wettbewerb gefördert wird", sagte Sörensen: "Alle wollen Mobilfunk - niemand will aber Antennen."
Der grösste Teil der Investitionen im Mobilfunk fliesse in die Akquisition von neuen Standorten, Masten, Betonfundamenten, Gebäuden und aufwendiger Administration, sagte Sörensen.
Zu mehr Wettbewerb führe die jetzige Lage nicht. Im Gegenteil: Die Eintrittshürde für neue Wettbewerber in den Markt werde viel zu hoch.
"Die Schweiz ist ein Sonderfall in Europa." Nirgendwo sei die Ex-Monopolistin nach der Liberalisierung des Marktes so stark geblieben wie hierzulande mit Ausnahme von Tschechien. Heute halte die Swisscom etwa 60 Prozent Marktanteil, während Sunrise und Orange auf rund 20 Prozent kämen.
"Dieser Vorsprung ist nicht mehr aufholbar", sagte Sörensen. Bei identischen Netzen zu gleichen Kosten hätten Sunrise und Orange 300 Prozent höhere Kosten pro Kunde als die Swisscom.
"Wenn man über alle drei Mobilfunknetze gemeinsame Masten aufstellt und jeder Anbieter seine eigene Elektronik behält, kann man ein paar tausend Antennen einsparen", sagte Sunrise-Chef Christoph Brand in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.

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