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Teheran - Im Streit um Teherans Atomprogramm hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedew vorgeworfen, sich zum "Sprachrohr" des Westens gemacht zu haben.
Bei einem Treffen mit russischen Botschaftern habe Medwedew gesagt, "dass der Iran sich auf die (Atom-)Bombe zu bewegt", sagte Ahmadinedschad am Freitag in einer Rede in Teheran, die am Samstag vom Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde.
"Wir bedauern, dass Medwedew das Sprachrohr für das Vorhaben der Feinde des Iran geworden ist", fügte der iranische Staatschef hinzu. Russland sei ein "Freund" des Iran und "wir wollen diese freundschaftliche Beziehung stärken". Medwedews Äusserungen dienten allerdings der "Propaganda, welche die USA inszenieren werden".
Die eigentlich guten Beziehungen zwischen Moskau und Teheran hatten sich in den vergangenen Wochen eingetrübt. Mitte Juli machte Medwedew seine bislang kritischsten Äusserungen zum iranischen Atomprogramm.
Das Land nähere sich dem "Potenzial", das die Herstellung von Atomwaffen erlaube, sagte er vor den Diplomaten und bedauerte, der Iran zeige in seinem Verhalten "nicht die besten Manieren". Sanktionen seien grundsätzlich sinnvoll.
Allerdings sei auch "Geduld notwendig und eine schnelle Wiederaufnahme des Dialogs mit Teheran". Wenn die Diplomatie diese Chance verpasse, bedeute dies "ein kollektives Scheitern", warnte der russische Staatschef.
Insbesondere die USA werfen dem Iran vor, unter dem Deckmantel der friedlichen Atomkraftnutzung heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Auf Druck der USA hatte der UNO-Sicherheitsrat Anfang Juni mit russischer Unterstützung weitere Sanktionen gegen den Iran beschlossen.

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SDA-ATS