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Der Iran hat zu Beginn der internationalen Verhandlungen über sein umstrittenes Atomprogramm keine Kompromissbereitschaft erkennen lassen. Teheran fordert eine Aufhebung der Sanktionen. Ansonsten ist das Land offenbar zu keinen Konzessionen bei der Urananreicherung bereit.

"Wir werden keine Verhandlungen dulden, die ein Einfrieren oder Aussetzen der iranischen Uran-Anreicherung zum Ziel haben", sagte ein Mitarbeiter des iranischen Chefunterhändlers Said Dschalili am Freitag während der Gespräche in Istanbul.

Die Vertreter der fünf UNO-Vetomächte und Deutschlands hätten das Thema bislang nicht angesprochen. Die Frage eines vorübergehenden Stopps des Atomprogramms und eines Uran-Tausches dürfte in den zweitägigen Gespräche aber noch zur Sprache kommen.

"Unannehmbare Bedingungen"

Ein westlicher Diplomat sagte, die Gespräche seien ins Stocken geraten, weil der Iran eine Reihe von unannehmbaren Bedingungen genannt habe. Dazu gehöre vor allem die Aufhebung von Sanktionen.

"Wir werden es nicht einmal zu einem neuen Vorschlag für einen Uran-Tausch schaffen, wenn sie auf diesen Vorbedingungen beharren." Dschalilis Vertrauter Massud Sohrewand erklärte die nuklearen Rechte des Iran für unverhandelbar.

Teheran hat angekündigt, über eine Reihe von Themen sprechen zu wollen: globale Abrüstung, vermutete israelische Atomwaffen und die iranischen Bedenken über US-Stützpunkte im Irak; nur nicht über das eigene Atomprogramm.

Kein Durchbruch erwartet

Niemand rechne mit einem Durchbruch in Istanbul, erklärte ein westlicher Diplomat. Man erwarte aber ein Signal von der iranischen Seite, dass die Regierung in Teheran grundsätzlich Interesse an einer friedlichen Lösung des Konflikts habe.

In Genf konnten sich die beiden Seiten im Dezember zuletzt nur darauf einigen, die Gespräche in Istanbul fortzusetzen. Die Delegation der Sechser-Gruppe wird von der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton angeführt.

Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Atomenergie an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und dabei auch Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats ignoriert, in denen sie zum Aussetzen des Atomprogramms aufgefordert wird.

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SDA-ATS