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Die Aktien des japanischen Kraftwerksbetreibers Tepco sind am Dienstag auf Rekordniveau gesunken. Der Kurs brach um zwölf Prozent ein und lag mit 391 Yen (4.2 Franken) pro Aktie zwischenzeitlich unter dem bisher niedrigsten Wert der Firmengeschichte im Dezember 1951.

Seit dem schweren Erdbeben und dem anschliessenden Tsunami am 13. März tritt aus mehreren Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi Radioaktivität aus. Es wird erwartet, dass enorme Summen an Kompensationszahlungen auf das Unternehmen zukommen.

"Wegen der Unsicherheiten über die nukleare Katastrophe trennen sich Investoren auch weiterhin von Tepco-Aktien. Insbesondere die gestrige Entscheidung, kontaminiertes Wasser ins Meer zu leiten sorgte für Unruhe", sagte ein Analyst der japanischen Investmentbank Daiwa Securities SMBC. Seit dem 13. März hat die Tepco-Aktie rund 80 Prozent an Wert verloren.

Belastet vom Rekordtief ist die Börse in Tokio deutlich ins Minus gerutscht. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel 1,06 Prozent niedriger bei 9615 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,46 Prozent auf 847 Zähler. Die Märkte in Singapur und Südkorea legten leicht zu. Die Börsen in Taiwan, Hongkong und Shanghai blieben wegen eines Feiertags geschlossen

Tepco zahlt Entschädigungen

Die Menschen aus der Gegend um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima sollen erste Entschädigungszahlungen bekommen. Das Geld könnte zum Monatsende fliessen - wie viel, ist aber noch unklar.

Über die Höhe will sich der Betreiber Tepco mit der Regierung beraten, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag unter Berufung auf den Konzern berichtete.

Weil sich die Atomkrise noch lange hinziehen dürfte, handelt es sich um vorläufige Entschädigungen. Die Zahlungen seien von der Regierung angeordnet worden, sagte Wirtschafts- und Industrieminister Banri Kaieda. Rund 80'000 Anwohner der Atomruine mussten sich auf Weisung des Staates in Sicherheit bringen.

Zudem leiden viele Landwirte darunter, dass sie wegen radioaktiver Verstrahlung ihr Gemüse und Obst nicht mehr verkaufen können. Tepco werde zunächst unter anderem für die Arztkosten und Einkommensausfälle aufkommen, hiess es.

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SDA-ATS