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Eine 29-jährige Frau muss in Deutschland wegen der Unterstützung terroristischer Organisationen hinter Gitter. Das Kammergericht Berlin hat die Angeklagte zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Die Richter sprachen die aus Ulm stammende Ehefrau eines der sogenannten Sauerland-Bomber am Mittwoch für schuldig, von November 2009 bis Februar 2010 den Kampf terroristischer Organisationen, wie der Islamischen Dschihad Union, der Deutschen Taliban Mudschaheddin und Al-Kaida, mit Textbeiträgen im Internet unterstützt zu haben.

Ausserdem hat die Frau nach Überzeugung des Gerichts Geldspenden in Höhe von 2900 Euro gesammelt und um Mitglieder geworben. In dem Verfahren hatte die Angeklagte ein Geständnis abgelegt und sich von den Taten distanziert.

Sie habe sich nach der Verhaftung ihres Mannes in einem "Schockzustand" befunden, sagte sie. Heute wisse sie, dass sie mit ihrem Vorgehen nicht nur sich, sondern auch ihrer Religion geschadet habe, und dass der sogenannte Heilige Krieg (Dschihad) keine Lösung sei.

Mit dem Urteil folgte das Gericht der Bundesanwaltschaft, die eine zweieinhalbjährige Haftstrafe gefordert hatte. Die Frau sei eine "fanatische Kämpferin" gewesen, die "Ungläubige" als Feinde des Islams betrachtet und deren "Vernichtung und Ausrottung" für gut gehalten habe, hiess es in dem Prozess.

Die Verteidigung hatte sich für eine Bewährungsstrafe ausgesprochen und betont, dass sich die Angeklagte inzwischen glaubhaft von ihren früheren Taten distanziert habe.

Der Ehemann der Angeklagten war im März 2010 vom Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorgruppe und Anstiftung zum vierfachen Mord zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.

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SDA-ATS