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Schwer bewaffnete Polizisten am Dienstag in der Nähe des Tatorts.

Keystone/EPA/ANDY RAIN

(sda-ats)

Nach der mutmasslichen Auto-Attacke am Londoner Parlament ermittelt die Polizei wegen Terrorverdachts. Das teilte Scotland Yard am Dienstag mit. Ein Mann war am Morgen mit einem Auto in die Absperrungen vor dem Parlament gerast. Es gab mehrere Verletzte.

"‎Im Moment behandeln wir das als terroristischen Vorfall, und die Anti-Terror-Einheit leitet jetzt die ‎Ermittlungen", hiess es in der Mitteilung von Scotland Yard

Der Fahrer wurde festgenommen, gegen ihn wird nun wegen Terrorverdachts ermittelt. Es soll sich um einen Mann Ende 20 handeln.

In seinem Wagen befanden sich laut Scotland Yard keine weiteren Personen. Auch Waffen wurden nicht sichergestellt. Der Fahrer kommt britischen Medienberichten zufolge aus dem Raum Birmingham. Das Fahrzeug soll in Nottingham zugelassen sein.

Der mutmassliche Attentäter kooperiere nicht mit den Ermittlern, sagte ein Polizeisprecher. Seine Identität sei noch nicht formell geklärt, er sei den Sicherheitsbehörden nach vorläufigem Stand aber bisher nicht bekannt gewesen. Weitere Verdächtige gebe es nicht.

Mutmasslicher Täter aus Auto gezerrt

Auf Videos im Internet war zu sehen, wie Polizisten mit Waffen im Anschlag eine Person aus dem schwer beschädigten, silberfarbenen Ford Fiesta zerrten. Helikopter kreisten über Westminster Palace, überall standen Polizeifahrzeuge.

Den Rettungskräften zufolge mussten zwei Menschen vor Ort behandelt werden. Sie wurden später ins Spital gebracht. Eine Frau wurde schwer verletzt, sie schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Auf Fernsehbildern waren am Boden liegende Velofahrer zu sehen. Mehrere Velos lagen verteilt über das Trottoir.

"Das Auto fuhr sehr schnell"

Der Vorfall ereignete sich kurz nach 7.30 Uhr Ortszeit. Eine Augenzeugin berichtete: "Es sah so aus, als sei es absichtlich gewesen. Das Auto fuhr sehr schnell in Richtung der Absperrungen", sagte Ewalina Ochab der Nachrichtenagentur PA. Sie habe vorne an dem Fahrzeug kein Kennzeichen gesehen.

Mehrere Strassen wurden gesperrt. Vor Ort waren Dutzende bewaffnete Polizisten. Auch mehrere Krankenwagen eilten an den Einsatzort. Die U-Bahn-Haltestelle Westminster wurde geschlossen.

Das Parlament ist seit einem Anschlag im März 2017 von einer Sicherheitsbarriere aus Stahl und Beton umgeben. Damals war ein Angreifer mit einem Auto auf der Westminster Bridge in eine Menschenmenge gefahren, vier Passanten wurden getötet. Der Mann erstach ausserdem einen Polizisten, ehe er von der Polizei erschossen wurde.

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SDA-ATS