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Betriebsleiter Markus Giger überwacht die Bewässerung eines Reisfeldes im Maggia-Delta bei Ascona, aufgenommen am 1. Juli 2018.

Keystone/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY

(sda-ats)

In der Schweiz pflanzen Bauern nicht nur Kartoffeln oder Mais. Im Tessin hat ein Betrieb Erfolg mit Reis. Entstanden ist die Produktion aus Not.

Es war Mitte der Achtzigerjahre. Der Betrieb Terreni alla Maggia stand vor dem Aus: Produktion von Milch, Fleisch und Futterpflanzen lohnte sich kaum mehr. Der damalige Direktor suchte Alternativen und fand eine: Reis. Bereits in den 30er-Jahren pflanzten Bauern in der Region Reis an, nutzten die Ernte aber nicht kommerziell. Sie hatten mit ihren Versuchen auch kaum Erfolg, denn sie fluteten die Felder, wie sie es von Bauern in Asien kannten.

Das Maggia-Delta und und die Magadino-Ebene verlangen aber nach einer anderen Anbauweise. Der Reis wird wie Getreide trocken angebaut und einmal pro Woche bewässert. Für die meisten Reissorten sind die warmen Wetterperioden im Tessin zu kurz, die kalten zu lang. Doch für die Reissorte Loto, die sich gut für Risotto eignet, ist Wachstum möglich.

Ein Risiko ist der Anbau aber dennoch: Dauert der Winter zu lange oder ist es im Sommer zu kalt, dann ist die Ernte in Gefahr. Die nächste ist im Oktober fällig. Angebaut wird jeweils im Mai.

Gedeiht die Saat auch dieses Jahr wie gewünscht, freut sich nicht nur der Bauer, sondern auch der Risotto-Liebhaber. Die Nachfrage nach dem Tessiner Reis ist gross. Betriebsleiter Markus Giger sagt im Keystone-SDA-Video. "Es gibt Leute, die essen nur noch diesen Reis. Das macht Freude, aber auch fast Angst."

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SDA-ATS