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Tessiner Grüne fordern Sonderstatut für den Südkanton

Dieser Inhalt wurde am 20. November 2009 - 10:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Lugano - Die Tessiner Sektion der Grünen Partei fordert ein Sonderstatut für den Südkanton. Zudem solle der Bundesrat eine Studie veranlassen, welche die Probleme und das Potenzial des Tessins aufzeigt. Dieses leidet gemäss den Grünen stark unter den bilateralen Verträgen.
Grünen-Chef Sergio Savoia hatte vor einigen Tagen erklärt, dass die menschlichen und sozialen Kosten der Personenfreizügigkeit äusserst hoch seien. Für die Tessiner seien die Vorteile nur schwer ausmachbar, während die Nachteile klar ersichtlich seien.
Die Partei unterstützt diese Haltung. Die Delegierten haben ein entsprechendes Positionspapier einstimmig gutgeheissen, wie die Partei mitteilte. Die Grossräte der Grünen wollen dem Tessiner Kantonsparlament nun eine Resolution zuhanden des Bundesrates unterbreiten.
Mit einem Sonderstatut könnte das Tessin seine spezifischen Probleme besser lösen, sind die Grünen überzeugt. Mit einer Studie soll abgeklärt werden, welche Rolle das Tessin als Brücke zwischen der Schweiz und Italien spielen könnte. Zudem wünschen sich die Grünen ein kantonales Amt für die Beziehungen zu Italien.
Der freie Personenverkehr verursache sehr hohe soziale Kosten. Wenn man nicht mit konkreten Massnahmen reagiere, dann werde die gesamte Tessiner Bevölkerung die Konsequenzen zu spüren bekommen, heisst es im Communiqué der Grünen. Diese vollziehen damit in ihrer Europa-Politik laut eigener Aussage eine Kehrtwende.

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