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Thailändische Opposition stimmt Versöhnungsprozess zu

Dieser Inhalt wurde am 04. Mai 2010 - 17:10 publiziert
(Keystone-SDA)

Bangkok - Nach wochenlangen Protesten gegen Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva gibt es in Thailand erste Anzeichen einer Annäherung zwischen Demonstranten und Regierung. Die oppositionellen Rothemden erklärten sich in Grundzügen mit einem Versöhnungsplan einverstanden.
Sie kündigten aber auch an, die Belagerung eines Geschäftsviertels in Bangkok solange aufrechtzuerhalten, bis der Weg für Neuwahlen endgültig frei ist.
Die Anführer der Rothemden verständigten sich nach eigenen Angaben "einstimmig" darauf, den von Abhisit vorgeschlagenen Plan zur Versöhnung zu unterstützen und begrüssten diesen ausdrücklich. Allerdings forderten die Demonstranten Abhisit auf, einen konkreten Termin zur Parlamentsauflösung zu nennen und es der Wahlkommission zu überlassen, einen Termin für vorgezogene Neuwahlen festzusetzen.
Die Rothemden wollten sich solange weiter in dem seit März besetzten Geschäftsviertel in der Hauptstadt verschanzen, bis Abhisit "deutlich" sage, wann er das Parlament auflöse, sagte einer ihrer Anführer, Jatuporn Prompan. Anschliessend würden die Demonstranten über ihr weiteres Vorgehen beraten.
Zuvor hatte sich bereits der frühere Ministerpräsident Thaksin Shinawatra zu Wort gemeldet. "Versöhnung ist für alle gut", sagte Thaksin, der unter den Rothemden viele Anhänger hat, in einem Telefongespräch mit seinen Gefolgsleuten in der im Parlament vertretenen Partei Puea Thai.
In Anspielung auf den Krönungstag des im Lande hoch verehrten Königs Bhumibol Adulyadej sagte der im Exil lebende Geschäftsmann, der Jahrestag der Krönung am Mittwoch sei geeignet, um "gute Dinge zu tun". Thaksin wurde 2006 gestürzt.
Amtsinhaber Abhisit hatte sich am Montag zu Neuwahlen Mitte November bereiterklärt, wenn alle Parteien seinem Versöhnungsplan zustimmen.

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