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Eine Zollunion von EU und Grossbritannien würde unter anderem die Einführung von Grenzkontrollen an der inneririschen Grenze vermeiden. Doch die Regierung in London spricht sich dezidiert gegen eine solche Union aus. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/AIDAN CRAWLEY

(sda-ats)

Die britische Premierministerin Theresa May schliesst jede Art von Zollunion mit der Europäischen Union nach dem Brexit aus. Das berichteten britische Medien am Sonntagabend unter Berufung auf Regierungskreise.

"Es ist nicht unsere Politik, in der Zollunion zu sein. Es ist nicht unsere Politik, in (irgend-)einer Zollunion zu sein", hiess es auch am Montag im Regierungssitz Downing Street.

Zuvor hatten Medien tagelang darüber spekuliert, London könne eine teilweise Mitgliedschaft in der Zollunion anstreben. Damit solle ein freier Warenverkehr zwischen Grossbritannien und der EU nach dem Brexit gewährleisten werden.

Gleichzeitig könne das Land in Sachen Dienstleistungen die Freiheit haben, Handelsverträge mit Drittstaaten abschliessen zu können, hiess es. Damit hätten auch Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können - eines der kniffligsten Probleme, die der britische EU-Austritt mit sich bringt. Doch dem erteilte May nun eine Absage.

Plant Johnson die Revolte?

Die Premierministerin steht derzeit unter heftigem Druck der Befürworter eines klaren Bruchs mit Brüssel in ihrer Partei. Gerüchte über eine Rebellion machten in der vergangenen Woche die Runde.

Von einem Brexit-Dream-Team unter der Führung von Aussenminister Boris Johnson war die Rede. Der hatte einem Zeitungsbericht zufolge mit "der Kavallerie" gedroht, sollte der Vorschlag einer künftigen Mitgliedschaft in der Zollunion bei Kabinettssitzungen in dieser Woche auf den Tisch kommen.

Am Montagmittag wurde EU-Chefunterhändler Michel Barnier in London zu Gesprächen mit May und Brexit-Minister David Davis erwartet. Es ist der Auftakt einer neuen Runde der Gespräche in Brüssel in dieser Woche.

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SDA-ATS