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Der neue Nationalbankpräsident heisst Thomas Jordan. Der Bundesrat hat wenig überraschend den bisherigen Interims-Präsidenten zum Nachfolger des zurückgetretenen Philipp Hildebrand ernannt. Gleichzeitig hat er den vakanten Sitz im dreiköpfigen SNB-Direktorium sowie den neuen Bankratspräsidenten ernannt.

Als neues Direktoriumsmitglied der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wählte der Bundesrat den Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, Fritz Zurbrügg. Der 52-jährige Ökonom, der in seiner Berufskarriere unter anderem die Interessen der Schweiz beim Internationalen Währungsfonds vertreten hatte, war vom SNB-Bankrat vorgeschlagen worden.

Der Bundesrat hat im Hinblick auf die Generalversammlung der Nationalbank vom 27. April auch zwei neue Bankräte bestimmt. Neuer Bankratspräsident wird der Neuenburger Staatsrat Jean Studer.

Studer, der bereits dem Bankrat angehört, folgt auf Hansueli Raggenbass. Dieser hatte wegen seiner Rolle in der Affäre Hildebrand angekündigt, dass er sich nach Ende der laufenden Amtsperiode nicht der Wiederwahl stellen werde.

Studer zieht sich aus Neuenburger Regierung zurück

Studer wird im kommenden Frühling nicht zu den Wahlen in den Regierungsrat des Kantons Neuenburg antreten. Studer schliesst auch nicht aus, vorzeitig aus der Exekutive zurückzutreten.

Dies wolle er aber zuerst mit seiner Partei besprechen, sagte der Sozialdemokrat vor den Medien in Bern. Entscheidend sei, dass es zu keinem Konflikt zwischen seiner Funktion als Regierungsrat und seinem neuen Amt als Präsident des Bankrats komme, erklärte Studer.

Keine Überraschung

Die Wahl von Thomas Jordan zum neuen Nationalbankpräsidenten erfolgt nicht überraschend. Der 48-Jährige hatte sein Interesse am Präsidium der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bereits am Tag von Hildebrands Rücktritt angemeldet. Wenn ihm der Bundesrat diese Aufgabe zutraue, werde er den Vorsitz des SNB-Direktoriums übernehmen, sagte er damals.

Der Experte für Geldpolitik ist schon seit 1997 für die Nationalbank tätig. Seine SNB-Karriere begann er als wissenschaftlicher Berater. Über mehrere Stationen führte sie ihn nun an die Spitze der Schweizer Zentralbank.

Euro legt nach Wahl von Jordan leicht zu

Der Euro hat am Mittwoch leicht positiv auf die Wahl Jordans reagiert. Zeitweise stieg der Euro bis auf 1,2034 Franken, zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2030 Franken.

Vor der Bekanntgabe rangierte der Euro knapp unter 1,2020 Franken. Am Markt wurde die Wahl begrüsst.

SDA-ATS