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Thurgauer Grosser Rat gegen die freie Schulwahl

Dieser Inhalt wurde am 04. November 2009 - 12:06 publiziert
(Keystone-SDA)

Weinfelden - Die Idee, das Eltern die Schule für ihre Kinder frei wählen können, hat im Thurgauer Grossen Rat wenig Anhänger. Das Parlament hat die Volksinitiative "Ja! Freie Schulwahl für alle" mit 103 zu 10 Stimmen abgelehnt.
Über die Initiative - und damit auch über die finanzielle Unterstützung von Privatschulen durch Schulgemeinden und Kanton - entscheiden aber die Stimmberechtigten. Das Begehren wird ihnen ohne Gegenvorschlag vorgelegt.
Der Rat lehnte einen Rückweisungsantrag der EVP/EDU mit 100 zu 11 ab, der auf die Erarbeitung eines Gegenvorschlags zielte. Die Initiative selbst fand einzelne Unterstützer in der SVP und der EDU. Diese argumentierten, in Privatschulen seien die Lehrkräfte engagierter, der "Lehrkörper weniger verweiblicht".
Gegnerinnen und Gegner der Initiative kritisierten, eine Annahme der Initiative beschere den Schulgemeinden Planungsprobleme, weil bei einer Annahme auch eine Wahlfreiheit zwischen den Schulhäusern der öffentlichen Schule eingeführt würde.
Lanciert hat die Initiative im Thurgau ein Komitee, das von Vertretern der "elternlobby" angeführt wurde. In dieser sind Vertreter der Steiner- und Montessori-Schulen stark vertreten. Dazu kamen Komitee-Mitglieder aus evangelikalen Gruppierungen.

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