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Martine Brunschwig Graf, die Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR), differenziert in einem Interview ihre Kritik gegen den "Weltwoche"-Artikel über die Roma-Kriminalität. Das Titelbild sei pauschalisierend, der Artikel als solcher aber in Ordnung.

Aus dem Titelbild gehe nicht hervor, dass nur einzelne Roma Probleme bereiten, sagte die EKR-Präsidentin und frühere Genfer FDP-Nationalrätin in einem am Donnerstag in der "Weltwoche" veröffentlichten Interview. Das Titelbild suggeriere, alle Roma seien kriminell. Das Bild sei auf dem Cover einer Schweizer Zeitschrift völlig fehl am Platz.

"Den Artikel als solchen finde ich in Ordnung", sagt Brunschwig Graf wörtlich. Die Beschreibung der kriminellen Roma-Banden sei nicht der Punkt, den die EKR an der "Weltwoche" kritisiere. Die Roma würden bereits in ihren Herkunftsländern diskriminiert. Derzeit brauche es in der Schweiz wenig, um Vorurteile gegen Roma zu schüren.

Die EKR werde prüfen, wo die Grenzen der Berichterstattung liegen, sagte deren Präsidentin weiter. Danach werde die Kommission Empfehlungen abgeben.

Die EKR werde aber keine Anti-"Weltwoche"-Kampagne starten. Alle Vergleiche, die auf Pauschalurteilen und Stigmatisierungen basierten, seien schlecht. Dies gelte auch für die Nazikeule, welche in Internetforen gegen die "Weltwoche" geschwungen werde, sagte Brunschwig Graf.

SDA-ATS