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Ein ägyptisches Gericht hat am Montag den Anführer der islamistischen Muslimbruderschaft, Mohammed Badie, und 13 weitere ranghohe Mitglieder der verbotenen Gruppe zum Tod verurteilt.

Sie wurden für schuldig befunden, Angriffe in Auftrag gegeben zu haben mit dem Ziel, landesweit "Chaos zu verbreiten", wie die amtliche Nachrichtenagentur Mena berichtete. Dazu hätten sie unter anderem eine "Operationszentrale" aufgebaut, um Attacken nach dem Sturz des islamistischen Staatschefs Mohammed Mursi zu koordinieren.

Die Verteidigung wies die Anschuldigungen am Montag erneut zurück. Das Urteil sei "absurd", sagte Anwalt Ahmed Helmi der Nachrichtenagentur AFP.

In dem Prozess wurden insgesamt 51 Muslimbrüder angeklagt, 31 von ihnen sind in Haft. Nach Angaben des Gerichts sollen die Urteile gegen die übrigen Angeklagten am 11. April verkündet werden. Die Muslimbruderschaft ist in Ägypten seit dem Jahr 2013 als "Terrororganisation" verboten.

Badie wurde bereits vier Mal zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Prozess, in dem bereits ein Todesurteil gegen ihn fiel, wurde inzwischen neu aufgerollt. Die neuen Urteile wurden nach Angaben des Gerichts nun der Al-Ashar-Universität, oberste sunnitische Instanz des Landes, zur Begutachtung vorgelegt. Die Bewertung der Richtersprüche durch die Universität ist aber für das Gericht nicht bindend.

Ägyptens früherer Staatschef Mursi war im Juli 2013 durch das Militär gestürzt worden, anschliessend gelangte der heutige Staatschef Abdel Fattah al-Sisi an die Macht.

Die Behörden gehen seitdem hart gegen Mursi-Anhänger vor. Mehr als 1400 islamistische Demonstranten wurden getötet und mehr als 15'000 Anhänger der Muslimbrüder inhaftiert. Massenprozesse, bei denen im Schnellverfahren hunderte Muslimbrüder zum Tod verurteilt werden, stehen international in der Kritik.

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SDA-ATS