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Die Waffenruhe, zu der sich die syrische Regierung verpflichtet hat, bleibt brüchig. Nach Angaben der Opposition starben am Freitag landesweit mindestens elf Menschen, als Sicherheitskräfte gegen Demonstranten vorgingen.

Immerhin setzten die Regierungstruppen laut den Aktivisten keine schweren Waffen ein. Der (heutige) Freitag war im Vorfeld als wichtiger Test angesehen worden, ob sich die Regierung von Präsident Baschar al-Assad an die seit Donnerstag offiziell geltende Waffenruhe halten würde. Landesweit waren Demonstrationen der Opposition angekündigt worden.

An den Massenprotesten im Anschluss an die Freitagsgebete beteiligten sich zehntausende Menschen. Besonders in Idlib und in Daraa war die Beteiligung an den Demonstrationen hoch.

Zu tödlichen Zwischenfällen sei es in den Provinzen Idlib, Homs und Hama sowie in Vororten von Damaskus gekommen, erklärte ein Aktivist in Homs. Die Oppositionsgruppe Syrische Revolution veröffentlichte ein Video, das angeblich zeigt, wie Sicherheitskräfte auf Oppositionelle schossen.

Gefechte nahe der Grenze

Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete von einem etwa einstündigen Schusswechsel zwischen Rebellen und der syrischen Armee nahe dem Grenzdorf Chirbet al-Dschoos. Nach Angaben der syrischen Opposition rückte die Armee mit Panzern in die Ortschaft vor, um Kämpfer der oppositionellen Freien Syrischen Armee zu vertreiben.

Die Waffenruhe werde "mehr oder weniger eingehalten", sagte ein Mitglied des oppositionellen Syrischen Nationalrats, Fawas Sakry, in Istanbul. "Es gab heute mehrere Verstösse." Die Deserteure hätten das Feuer der Regierungstruppen erwidert, um sich zu verteidigen.

Beschluss im Sicherheitsrat verzögert sich

Am Freitag beriet der UNO-Sicherheitsrat in New York über die Entsendung von Beobachtern nach Syrien. Grundsätzlich sprachen sich alle Mitglieder dafür aus, auch Russland und China, die alle Sanktionen gegen Syrien blockiert hatten.

Allerdings bestand zunächst keine Einigkeit über den konkreten Inhalt. Ein Resolutionsentwurf der USA stiess auf Kritik Russlands. Der Vorschlag spiegle nicht das wider, was aus russischer Sicht ursprünglich abgesprochen worden sei, sagte der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin. Sein Land habe einen eigenen, kürzeren Entwurf vorgelegt.

Er hoffe, dass eine Entscheidung noch am (heutigen) Freitag gefällt werden könne, sagte Tschurkin weiter. Möglicherweise müsse der Sicherheitsrat aber auch über das Wochenende arbeiten.

SDA-ATS