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Gute und schlechte Nachrichten vom Schweizer Tonträgermarkt: Die Schweizer hören vermehrt einheimische Musik, aber insgesamt sinken die Verkäufe - 2010 um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte der Interessenverband der schweizerischen Tonträgerproduzenten (IFPI) am Montag mit.

Nicht weniger als vier Schweizer Formationen - Bligg, Gölä & Bellamy Brothers, Gotthard und Krokus - konnten ihre Alben in den Top Ten der Schweizer Jahres-Charts platzieren. Und von den Top 100 war fast ein Viertel einheimischer Provenienz.

Während der Umsatz mit physischen Tonträgern von 144 auf 121 Millionen Franken sank, legten Digitale Downloads um 11 Prozent von 23,7 auf 26,3 Millionen Franken zu. Verglichen mit dem Vorjahr, als 53 Prozent mehr Downloads gegenüber 2008 registriert wurden, zeichnet sich aber bereits ein Abflauen des Online-Booms ab.

International steht die Schweiz dennoch etwas besser da als der Durchschnitt: Weltweit stiegen die Online-Verkäufe letztes Jahr nur noch um 6 Prozent, wie der IFPI-Weltverband im Januar mitteilte.

Hinwendung zur Legalität

Gemessen an der insgesamt heruntergeladenen Musik seien 95 Prozent aller Downloads immer noch illegal, sagte damals Verbandschef Frances Moore vor den Medien. Der Kampf gegen Piraterie ist auch für die IFPI Schweiz ein Hauptanliegen, und sie fordert bessere gesetzliche Rahmenbedingungen.

Als "erfreuliche Entwicklung" bezeichnet die Organisation in diesem Zusammenhang, dass mit mittlerweile 15 legalen Download- und drei Streaming-Services "der Zugang zum musikalischen Weltrepertoire erneut für Schweizer Konsumenten ausgebaut" wurde.

Seit 2000 sind die Umsätze mit Tonträgern kontinuierlich gesunken, von damals 312 Millionen Franken auf heute 147,3 inklusive Downloads.

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SDA-ATS