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Toshiba will den Schweizer Stromproduzenten Landis+Gyr los werden - sei es über einen Verkauf oder einen Börsengang. (Symbolbild von einer Aktionärsveranstaltung)

KEYSTONE/AP Kyodo News

(sda-ats)

Die japanischen Eigentümer von Landis+Gyr wollen aussteigen. Der Stromzählerproduzent will an die Schweizer Börse. Der Mehrheitsbesitzer Toshiba prüft aber ungeachtet dessen weiterhin alle Optionen.

Der Börsengang ist gemäss Landis+Gyr im dritten Quartal geplant. An einer Telefonkonferenz am Montag bezeichnete Landi+Gyr den Börsengang als aufregenden Schritt in der 120-jährigen Wachstumsgeschichte des Unternehmens.

Landis+Gyr-Chef Richard Mora schloss allerdings nicht aus, dass Landis+Gyr noch vorher als Ganzes verkauft werden könnte. Der Mehrheitsbesitzer Toshiba prüfe weiterhin verschiedene strategische Optionen. Es gebe Interessenten für Landis+Gyr.

Aus Sicht von Landis+Gyr sei der Börsengang aber die bevorzugte Lösung, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Entscheiden werde schliesslich Toshiba. Zur Wahrscheinlichkeit einer der beiden Varianten wollte sich der Sprecher nicht äusseren.

Laut Medienmitteilung vom Montagmorgen dürfte ein Börsengang des weltweiten Marktführers für intelligente Stromzähler im dritten Quartal stattfinden. Die Besitzerfirmen planen die Veräusserung ihres gesamten Aktienkapitals. Mora wollte an der Telefonkonferenz keine Angaben zu einem möglichen Erlös des IPO machen.

Der japanische Technologiekonzern Toshiba hält derzeit 60 Prozent der Anteile an Landis+Gyr. Die restlichen 40 Prozent hält die staatsnahe Innovation Network Corporation of Japan (INCJ).

Landis+Gyr ist derzeit im Besitz des Technologiekonzerns Toshiba, der 60 Prozent der Anteile hält und der Innovation Network Corporation of Japan (INCJ), die 40 des Aktienkapitals hält. Wie Landis+Gyr am Montag mitteilt, planen die beiden Besitzerfirmen beim IPO die Veräusserung ihres gesamten Aktienkapitals.

Keine Überraschung

Der japanische Toshiba-Konzern hatte Mitte April einen Börsengang von Landis+Gyr als strategische Alternative für einen Verkauf genannt. Als mögliche Kaufinteressenten waren zuvor der japanische Konkurrent Hitachi und andere japanische Firmen gehandelt worden.

Bereits im März hiess es in Medienberichten, Toshiba habe die UBS damit beauftragt, einen Verkauf oder einen Börsengang der Stromzähler-Tochter zu prüfen. Das Volumen bei einem Verkauf wird auf bis zu 2 Milliarden Dollar geschätzt. Die Zuger Traditionsfirma beschäftigt rund 5700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Toshiba hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen massiven Verlust ausgewiesen und die US-Atomsparte Westinghouse Electric in die Insolvenz geschickt. Auch die Speicherchipsparte wurde abgespalten und steht offenbar zum Verkauf.

SDA-ATS