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Aus Furcht vor den Auseinandersetzungen sind am Donnerstag viele Einwohner auf der Flucht.

Keystone/EPA/LINUS G. ESCANDOR II

(sda-ats)

Auf den Philippinen sind in der Stadt Marawi neue Kämpfe zwischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen ausgebrochen. Aus Furcht vor den Auseinandersetzungen sind mehrere tausend Einwohner auf der Flucht.

Nach der Verhängung des Kriegsrechts durch Präsident Rodrigo Duterte für die Insel Mindanao, auf der Marawi liegt, suchten Sicherheitskräfte am Donnerstag in der ganzen Stadt nach Aufständischen.

Bei den Kämpfen gab es nach offiziellen Angaben mindestens 19 Tote. Der örtliche Polizeichef wurde von den Islamisten enthauptet. Zudem nahmen die insgesamt etwa 100 Rebellen mehrere Zivilisten als Geiseln. Die meisten Aufständischen gehören zu einer Terrorgruppe namens Maute, die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Treue geschworen hat. Dabei sind auch Mitglieder der Terrorgruppe Abu Sayyaf.

Behörden und Geschäfte geschlossen

Wegen der Kämpfe sind in der Stadt mit mehr als 200'000 Einwohnern viele Behörden und Geschäfte geschlossen. Bürgermeister Majul Gandamra sagte in einem Rundfunkinterview: "Die Leute haben Schwierigkeiten, an Wasser und Nahrung zu kommen." Viele Einwohner hatten sich nach Beginn der Kämpfe am Dienstag auf den Weg in die nächstgelegene Stadt Iligan gemacht, die etwa 40 Kilometer entfernt ist.

Die Insel Mindanao, für die nun das Kriegsrecht gilt, ist die zweitgrösste Insel der Philippinen. Mehr als 20 Millionen Menschen leben dort. Zunächst soll das Kriegsrecht für 60 Tage gelten. Duterte hat aber schon angedeutet, es zu verlängern und auf das gesamte Land auszuweiten.

SDA-ATS

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