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Totes Kind im Delta der Engelbergeraa ausgebaggert

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2009 - 10:56 publiziert
(Keystone-SDA)

Stans - Zweieinhalb Monate, nachdem in Wolfenschiessen NW zwei Kinder vom Gerlibach mitgerissen wurden, ist im Vierwaldstättersee eine Leiche entdeckt worden. Der Kinderleichnam wurde bei Baggerarbeiten im Mündungsdelta der Engelberger Aa freigesetzt.
Seit dem 17. Juli werden im Kanton Nidwalden ein elfjähriges Mädchen und ein sechs Monate alter Bub vermisst. Die Behörden gehen davon aus, dass sie in Wolfenschiessen bei der Durchquerung des Hochwasser führenden Gerlibach das Leben verloren haben.
Aufwendige Suchaktionen im Gerlibach, in der Engelberger Aa und in der Buochser Bucht des Vierwaldstättersees blieben im Sommer ergebnislos. Doch nun wurde am Dienstag bei periodisch durchgeführten Baggerarbeiten im Delta der Engelberger Aa eine Kinderleiche aufgefunden, wie die Polizei mitteilte.
Ob ein Zusammenhang mit dem Unglück in Wolfenschiessen besteht, ist noch nicht bewiesen. Die Leiche sei zur Identifikation an das Institut für Rechtsmedizin in Zürich überführt worden, schreibt die Polizei. Mit einem ersten Ergebnis sei am Donnerstag zu rechnen.
Handelt es sich um eines der seit dem 17. Juli vermissten Kinder, dann wäre es das elfjährige Mädchen. Stadelmann erklärte, bei der aufgefunden Leiche handle es sich nicht um ein Kleinkind.
Die Elfjährige war von ihrer Mutter von Luzern aus allein nach Hause geschickt worden, zusammen mit dem der Frau anvertrauten sechsmonatigen Buben und dessen vierjähriger Schwester. An jenem Freitagabend entlud sich in der Zentralschweiz ein Unwetter.
Auf dem Fussweg von der Bahnstation Grafenort OW nach Wolfenschiessen mussten die drei Kinder auf einer Furt den Gerlibach überqueren. Dabei dürften die Elfjährige und der Kinderwagen mit dem kleinen Buben vom Wildbach mitgerissen worden sein. Das vierjährige Mädchen konnte sich in Sicherheit bringen. Die Suche nach den beiden vermissten Kindern war am 11. August beendet worden.

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