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Gefälschte Ware wird vom Zoll eingezogen und vernichtet - wie hier bei einer medienwirksamen Aktion von "Stop Piracy". (Archivbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Schweizer bringen immer seltener gefälschte Souvenirs aus den Ferien nach Hause. Im 2016 haben die Zöllner 1395 Fälschungen sichergestellt, gut 40 Prozent weniger als im Vorjahr und halb so viel wie noch vor vier Jahren.

Am häufigsten haben Touristen im Ausland gefälschte Taschen und Portemonnaies gekauft, wie die Plattform "Stop Piracy" am Donnerstag mit dem Verweis auf Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung mitteilte. Ebenfalls beliebt waren Markenkopien von Kleidern und Accessoires, Uhren, Schmuck und Brillen. Fast ein Drittel der eingezogenen Waren stammte aus der Türkei.

"Stop Piracy" begründet den Rückgang mit Sensibilisierungsaktionen an den Schweizer Flughäfen vor den Ferien. Mit Plakaten bei den Zollkontrollstellen wurde klargestellt: Die Einfuhr von Marken- und Designfälschungen in die Schweiz ist verboten. Wer trotzdem erwischt wird, muss damit rechnen, dass der Zoll die Ware einzieht und vernichtet. Der Hersteller kann zudem Schadenersatzforderungen stellen.

Onlinehandel hoch im Kurs

Weniger Skrupel haben die Schweizer offenbar beim Kauf vom Fälschungen im Internet. Im letzten Jahr haben die Zollstellen 3125 Sendungen zurückgehalten, was etwa dem Schnitt der Vorjahre entspricht. Vor allem Privatpersonen bestellten online gefälschte Produkte. In der Hälfte der Fälle handelte es sich um Uhren- oder Schmuckfälschungen, dicht gefolgt von Handtaschen, Reisetaschen und Portemonnaies. Ein Grossteil der Produkte stammte aus Asien.

SDA-ATS

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