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Polizisten im texanischen San Antonio untersuchen den Lastwagen, wo die Migranten entdeckt wurden.

KEYSTONE/AP/ERIC GAY

(sda-ats)

Tragödie in Texas: In brütender Hitze steht ein Lastwagen auf einem Supermarkt-Parkplatz. Im Laderaum sind Dutzende Menschen, ohne Wasser, ohne Kühlung - vermutlich Migranten aus dem Süden. Mindestens acht von ihnen sterben.

Der Lastwagen befand sich auf einem Parkplatz der Supermarktkette Walmart in der Stadt San Antonio, die nahe der Grenze zu Mexiko liegt.

"Wir haben einen Anruf von einem Supermarkt-Mitarbeiter bekommen", sagte Polizeichef William McManus vor den Medien. Der Mitarbeiter sei von jemandem aus dem Lkw angesprochen worden, der um Wasser gebeten habe. "Er brachte Wasser, rief die Polizei, und wir kamen an und fanden acht Tote hinten im Sattelschlepper", sagte der Polizeichef."

Die Opfer seien im Anhänger des Lastwagens entdeckt worden. Bei den Toten handle es sich um vermutlich illegale Migranten. "Wir haben es hier wahrscheinlich mit Menschenschmuggel zu tun", sagte der Polizeichef. Die US-Einwanderungs- und Grenzbehörden seien über den Fall informiert worden.

Gerettete in kritischem Zustand

McManus zufolge waren 38 Menschen in dem Lastwagen, der Fahrer sei festgenommen worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden 17 Menschen in lebensbedrohlichem Zustand in Krankenhäuser gebracht. Bei 13 weiteren sei der Zustand ernst, sagte Feuerwehrchef Charles Hood.

Viele litten unter starker Dehydrierung und Überhitzung. "Wir können von Glück reden, dass wir nicht 38 Tote eingeschlossen in dem Lastwagen gefunden haben", sagte Hood.

Unter den Toten seien auch zwei Kinder, berichtete der Lokalsender KENS5 am Sonntagmorgen unter Berufung auf die Polizei. Die Klimaanlage in dem Lastwagen habe nicht funktioniert und es habe kein Wasser gegeben, sagte Hook. Die Höchsttemperaturen im Süden von Texas lagen in den vergangenen Tagen bei 40 Grad Celsius.

Einzelne Insassen wurden abgeholt

Auf Bildern von Überwachungskameras war nach Angaben des Polizeichefs zu sehen, dass mehrere Fahrzeuge auf dem Parkplatz eintrafen, um einige Insassen des Lastwagens abzuholen. Unklar war zunächst, wie viele Menschen sich insgesamt ursprünglich in dem Lkw befanden. Auch sei noch unklar, wie viele es lebend herausgeschafft hätten, sagte McManus.

Im August 2015 hatte in Europa ein dramatischer Fall von Schlepperkriminalität für Entsetzen gesorgt: Damals waren an einer Autobahn in Österreich 71 erstickte Flüchtlinge in einem Lastwagen entdeckt worden. Unter den Opfern waren auch Kinder.

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SDA-ATS