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Der Tod von Carsten Schloter hat Trauer und Bestürzung ausgelöst. Branchenvertreter zeigten sich schockiert und sprachen von einem schweren Verlust.

Bundesrätin Doris Leuthard erklärte der Familie des Verstorbenen ihr Beileid und grosses Mitgefühl. Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) würdigte Carsten Schloter. Die Schweizer Wirtschaft verliere eine prägende Figur.

Schloter habe die Swisscom erfolgreich in einem heftig umkämpften und sich rasch wandelnden Markt positioniert und dabei den Service Public gestärkt, hielt Leuthard fest.

Auch Swisscom-Konkurrenten reagierten mit Bestürzung. Orange sprach von einem "schwarzen Tag für die Schweizer Wirtschaft und die ICT-Branche, die einen ihrer besten Manager verliert". Keiner habe den Wettbewerb in der Telekombranche so geprägt wie Carsten Schloter in den vergangenen Jahren.

"Wir schätzten Carsten Schloter als äusserst weitsichtigen, analytischen und herzlichen Kollegen, der trotz des harten Wettbewerbs ein immer äusserst fairer Mitbewerber war", hiess es in einer Mitteilung.

Sunrise-Präsident Dominik Koechlin erklärte, in tiefer Betroffenheit habe er vom Tod erfahren. "Im Namen des Verwaltungsrates von Sunrise und des gesamten Unternehmens möchte ich seinen Angehörigen und der Swisscom mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen", so Koechlin.

Vertrauenswürdig, dynamisch, visionär

Unter den Sozialpartnern habe Schloter immer den Dialog unterstützt, sagte Alain Carrupt, Co-Präsident der Gewerkschaft Syndicom. Schloter sei ein vertrauenswürdiger, manchmal harter, aber fairer Verhandlungspartner gewesen, namentlich habe im vergangenen Jahr der Gesamtarbeitsvertrag der Swisscom erneuert werden können.

Der Präsident des Telekomverbands Asut, Peter Grütter, hat Schloter "als dynamische Person erlebt, die direkt, offen und sympathisch war". Schloter sei kein Manager gewesen, der nur in Zahlen dachte. "Wenn er sich für etwas engagierte, war es immer der ganze Mensch Carsten Schloter, der sich engagierte."

Gleichzeitig habe er sein Unternehmen hervorragend positioniert. Innerhalb der Asut habe sich Schloter stets konstruktiv eingebracht, sagte Grütter weiter. "Man musste mit ihm nie um ein Problem herumreden."

Der Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom), Marc Furrer, würdigte Schloter als einen Menschen mit Visionen, der "weit über den Gartenhag der Swisscom" hinausgeschaut habe. Sie hätten oft zusammen volkswirtschaftliche und gesamtpolitische Gespräche geführt, sagte Furrer der Nachrichtenagentur sda.

Schloters Haltung sei sehr souverän gewesen. Er habe beispielsweise viel dazu beigetragen, dass der runde Tisch zu Glasfasernetzen ein Erfolg geworden sei. Der Schmerz über den Tod Schloters sei gross, sagte der ComCom-Präsident. "Es tut mir persönlich sehr leid."

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SDA-ATS