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Investitionen in Schweizer Immobilien sind 2015 noch interessanter als im Vorjahr. Das prophezeit das am Dienstag erschienene neueste Trendbarometer der Beratungsfirma EY. Die Rubelkrise und die Kapitalflucht aus Russland könnten Auswirkungen auf den Markt haben.

Auch regulatorische Veränderungen und jüngste Volksentscheide wie die angenommene SVP-Zuwanderungsinitiative schmälerten die Attraktivität des hiesigen Spitzenimmobilien-Marktes mit seiner hohen Anlagesicherheit nicht, teilte EY (ehemals Ernst & Young) aufgrund der jährlichen Pulsnahme mit.

97 Prozent der befragten Investoren bezeichneten den Immobilienmarkt im Jahr 2015 als attraktiv nach 80 Prozent im Vorjahr. Auch im europäischen Kontext sahen 90 Prozent die Schweiz als gefragten Investitionsstandort und damit gleich 20 Prozent mehr als 2014.

Die Risikobereitschaft stieg von 70 auf 77 Prozent. Gleichzeitig wollen 73 Prozent der Befragten mehr Geld in ausländische Immobilien investieren, weil die Renditeerwartungen dort höher und die Möglichkeiten in der Schweiz begrenzt sind.

Von den verschiedenen Investorengruppen wollen vor allem die Versicherer und Immobilienfonds 2015 im Schweizer Immobilienmarkt zugreifen. Sie kündigten samt und sonders Einkäufe an, wie EY berichtete. Sie lösen damit die Vermögensverwalter reicher Familien ab, die 2014 ausnahmslos Einkäufe angepeilt hatten.

In vorderster Linie der Verkäufer stehen weiterhin die Banken. 88 Prozent von ihnen wollen 2015 Liegenschaften auf den Markt bringen. Neu teilen sich die Finanzinstitute den Spitzenplatz mit Unternehmen, deren Geschäfte nicht auf Immobilien fokussiert sind. Auch bei ihnen wollen 88 Prozent Liegenschaften verkaufen. 2014 waren es erst 72 Prozent gewesen.

Wohnungsmarkt Top - Einkaufszentren Flop

Beim Handel bleibt das Augenmerk auf den Wohnimmobilien an Edellagen. 88 Prozent der Befragten sehen dieses Segment als bedeutend an, vor allem bei zentral gelegenen Liegenschaften. 69 Prozent rechnen hier mit Preissteigerungen.

Als für den Investor am interessantesten bezeichneten 61 Prozent Luzern gefolgt von St. Gallen mit 53 Prozent und Basel (49 Prozent). Zürich fiel aus den Top-Drei heraus auf den vierten Rang - wegen der bereits sehr hohen Preise.

Büroimmobilien werden bei 38 Prozent nur mässig und bei 31 Prozent in geringem Mass gesucht. Das grosse Angebot bei bescheidener Nachfrage lässt Investoren sogar für Erstklasslagen höchstens stabile Preise erwarten.

Für Hotels erwarten 68 Prozent an Toplagen stabile Preise und 58 Prozent gehen von rückläufigen Preisen an schlechteren Standorten aus. Das bezieht sich auf Stadt- und weniger auf Ressorthotels.

Im Detailhandel dürften die Immobilienpreise nur an Toplagen stabil bleiben, in der Peripherie und an zweitklassigen Lagen aber sinken. Bei den Einkaufszentren schliesslich ist offenbar das Ende der Fahnenstange erreicht. 90 Prozent der Investoren sehen den Markt als gesättigt an.

EY erstellt das Trendbarometer für die Schweiz seit 2010. Es basiert auf Auskünften von 125 Investoren am hiesigen Immobilienmarkt wie Banken, Versicherungen, Immobilienfonds, Immobilien-AG und Baugenossenschaften. Befragt wurden sie zwischen November und Dezember 2014.

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SDA-ATS